
FRANKFURT. Die Welt verträgt keine weiteren großen Schocks. Das ist die Hauptaussage des heute in London vorgelegten sechsten Berichts "Globale Risiken 2011", der vom "World Economic Forum“ in Genf erarbeitet wurde. Die Finanzkrise habe die wirtschaftliche Widerstandskraft verringert, gleichzeitig seien die geopolitischen Spannungen und sozialen Konflikte gestiegen, schreiben die Autoren der unabhängigen Organisation, die 1971 als Stiftung gegründet worden war und den Weltwirtschaftsgipfel Ende Januar in Davos organisiert. Wirtschaftliche Ungleichgewichte und ungedeckte Verbindlichkeiten könnten laut dem Bericht die Basis für weitere Staatsschulden- und Finanzkrisen legen. Zur Steuerung dieser Risiken seien gemeinsame und koordinierte Schritte dringend notwendig. Während sich Anzahl und Intensität globaler Risiken drastisch ausgeweitet hätten, seien globale Steuerungssysteme nicht ausreichend auf diese Situation vorbereitet.
Der Bericht Globale Risiken 2011 wurde in Zusammenarbeit mit Marsh & McLennan Companies, der Schweizerischen Rückversicherungsgesellschaft (Swiss Re), dem Wharton Center für Risk Management und dem Versicherer Zurich Financial Services veröffentlicht. Er beruht auf den Meinungen von 580 Experten, die am Global Risks Survey 2010 des World Economic Forum teilgenommen haben und verschiedene Interessengruppen und Regionen vertreten. Das Ziel bestand darin, die Wahrscheinlichkeiten, Konsequenzen und Zusammenhänge von 37 Risiken auf Sicht von zehn Jahren abzuschätzen. Insbesondere drei Bereiche haben die Autoren des Berichts als besonders kritisch identifiziert: die wirtschaftlichen Ungleichgewichte auf der Welt, die Schattenwirtschaft sowie knappe, lebenswichtige Ressourcen wie Wasser, Nahrungsmittel und Energie.
Makroökonomische Ungleichgewichte
Für die Entstehung der globalen Finanzkrise seien langfristige strukturelle Schwächen der Weltwirtschaft verantwortlich gewesen, heißt es in dem Bericht. Nun sei durch makroökonomische Ungleichgewichte, die wachsende Verschuldung von Industrienationen, die massiven ungedeckten öffentlichen Verbindlichkeiten aus den Sozialversicherungssystemen und die Volatilität an den Finanzmärkten ein undurchschaubarer Komplex ökonomischer Risiken entstanden. Durch den krisenbedingten Anstieg der Staatsverschuldung sei jedoch der Handlungsspielraum bei weiteren Krisen erschreckend klein geworden.
Daniel M. Hofmann, Chefökonom des Versicherers Zurich Financial Services, urteilt daher: "Die meisten Industrienationen verfolgen keine nachhaltige Geldpolitik. Wenn hier keine strukturelle Reformen erfolgen, besteht ein hohes Risiko für Staatsinsolvenzen." Christian Mumenthaler, Chief Marketing Officer Reinsurance und Vorstandsmitglied beim Rückversicherer Swiss Re, sagt: "Durch die langfristigen öffentlichen Verbindlichkeiten, die aufgrund der alternden Bevölkerung auf uns zukommen, dürfte sich die Staatsschuldenproblematik noch zuspitzen. Nur wenn der öffentliche und der private Sektor zusammenarbeiten, können wir sicherstellen, dass die bevorstehenden finanziellen Herausforderungen gemeistert werden und die höhere Lebenserwartung sich nicht in einen nachteiligen Trend für die Gesellschaft umkehrt."
Schattenwirtschaft
Dieser Komplex umfasst Risiken wie gescheiterte oder fragile Staaten, illegaler Handel, organisiertes Verbrechen und Korruption. Eine immer stärker vernetzte Welt, Regierungsversagen und wirtschaftliche Disparitäten könnten solchen illegalen Aktivitäten Auftrieb verleihen. Im Jahr 2009 wurde der Bereich illegaler Handel weltweit auf etwa 1300 Milliarden US-Dollar geschätzt, die Tendenz sei steigend. Diese Risiken, die mit enormen Kosten für die legalen Wirtschaftsaktivitäten verbunden seien, trügen außerdem zur Unterwanderung von Staatlichkeit bei, gefährdeten Entwicklungsmöglichkeiten, und würden Armutsspiralen und Instabilität in einigen Ländern aufrecht erhalten. Stärkere internationale Zusammenarbeit sei daher dringend erforderlich.
[6] Kräftemangel:Die Maschinenstürmer vor 100 Jahren glaubten nicht nur, sie wussen, dass der Einzug der Maschinen ihren Arbeitsplatz vernichten würde.
ich hatte mich mit einem alten Hafenarbeiter unterhalten. Tausende waren seinerzeit nur damit beschäftigt, Schiffe zu be- und Entladen. Dank Schwerlastkräne und Containern kann man die beschäftigten nunmehr an einer Hand abzählen.
in meiner Lehrzeit hatte jeder Depp die Möglichkeit, einen Job zu bekommen. Heutzutage muss man einen bachalor für Ernährungswissenschaften haben, um in einer Pommesbude arbeiten zu können
Durch die begrenzte Verfügbarkeit unserer Ressourcen wird es über kurz oder lang, wie oft schon in der Vergangenheit geschehen, zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommen. Nicht zum Wohle der Plebejer, sondern zum Wohle des Kapitals und deren politischen Huren.
@[3] Kräftemangel
Sie haben die ironie nicht verstanden
Erst genau lesen und nachdenken, dann erst andere als dumm beschimpfen
in einer chaotischen, komplizierten Welt liegen Profit-Möglichkeiten wie nie zuvor.
Der "starke Mann" schafft zu seiner Sicherheit Chaos.
8 Kommentare
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