Griechenlands Wirtschaft
Industrie produziert mehr, Arbeitslosigkeit steigt

Zum Jahresauftakt haben die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Griechenland etwas mehr produziert als vor einem Jahr. Im Dezember hatte es noch ein dickes Minus gegeben. Doch die Arbeitslosenquote bleibt sehr hoch.
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AthenDie griechische Industrie arbeitet sich langsam aus ihrem Tief heraus. Im Januar produzierten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag in Athen mitteilte. Im Dezember hatte es noch ein kräftiges Minus von 3,2 Prozent gegeben und seit Februar vergangenen Jahres fast nur Rückgänge. Im Gesamtjahr 2014 schlug ein Minus von 2,7 Prozent zu Buche. Allein die Industrie hingegen steigerte ihre Produktion im Januar um 3,6 Prozent.

Griechenlands Wirtschaft ist nach sechs Rezessionsjahren 2014 erstmals wieder gewachsen - um 0,7 Prozent. Trotz einiger positiver Konjunktursignale bleibt die Lage auf dem Jobmarkt angespannt. So stieg die Arbeitslosenquote Ende 2014 Elstat zufolge auf 26,1 Prozent, nach 25,5 Prozent im dritten Quartal. Damit hält Griechenland die rote Laterne in der Euro-Zone. Knapp drei Viertel aller 1,24 Millionen Menschen ohne Job in Griechenland sind Langzeitarbeitslose. Sie suchen also seit mindestens zwölf Monaten vergeblich nach einer Beschäftigung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenlands Wirtschaft: Industrie produziert mehr, Arbeitslosigkeit steigt"

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  • @ Herr Gerald Gantz

    >> ein brauchbarer Anstieg der Produktionsfähigkeiten zu eigenständiger Existenz führen kann >>

    Ein Anstieg der Produktionsfähigkeiten setzt aber eine Industrielandschaft voraus.
    Denn wo kann man sonst die Produktivität steigern...?

    Und Griechenland hat keine Industrielandschaft.

    Griechenland kann nur abfüllen.

  • Komisch die EU redet doch immer davon, dass die Arbeitslosigkeit in Griechenland gesunken ist. Doch alles nur gelogen?

  • Zu einer Steigerung des Bruttosozialprodukts gehört etwas mehr, als witterungsbedingt etwas mehr Getränke abzufüllen. Insbesondere Innovationen, Unternehmergeist und Ablegung des südländischen Schlendrians. Leider wird es zig Generationen und mehrere Polwechsel dauern, bis sich die Mentalität der Südeuropäer so geändert hat, daß ein brauchbarer Anstieg der Produktionsfähigkeiten zu eigenständiger Existenz führen kann. Wir werden es nicht mehr erleben.

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