Großkonzerne
Chinas Riesen geht die Puste aus

In China macht sich die schwächelnde Konjunktur deutlich bemerkbar. Die Zahl der defizitären Unternehmen steigt, Stahl- und Kohleindustrie leiden unter einem Überangebot. Umsatzstärkstes Unternehmen ist ein Versorger.

PekingChinas Großkonzerne bekommen die Konjunkturabkühlung deutlich zu spüren. Im bisherigen Jahresverlauf ging der Gesamtumsatz der 500 führenden Unternehmen zurück, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag meldete. Das Minus fiel mit 0,07 Prozent zwar minimal aus. Es handelt sich aber um die ersten Einbußen überhaupt, seit der Firmenindex Fortune 500 vor 15 Jahren an den Start ging. Die Zahl der Verluste schreibenden Unternehmen stieg von 57 auf 72 vor Jahresfrist. Darunter befanden sich insbesondere Stahl- und Kohleproduzenten, die massiv unter dem Überangebot in ihren Branchen leiden.

Umsatzstärkstes Unternehmen in der Volksrepublik ist der Versorger State Grid. Es folgen die Energie-Riesen Petro-China und Sinopec, dann die Geldhäuser Industrial and Commercial Bank of China sowie China Construction Bank. Außerdem zeigt der Index eine weitere Premiere: Mit einer Quote von über 40 Prozent kamen Dienstleistungsunternehmen erstmals auf einen größeren Umsatzanteil als Industriebetriebe, die etwas über 39 Prozent erreichten.

Eigenname: Volksrepublik China
Gesamtfläche: 9 572 900 km 2
Staatsform: Volksrepublik
Bevölkerung 2016: 1 382 Mio. Einwohner (Quelle:IWF)
Bevölkerungsdichte: 142,9 Einwohner/km 2
Mitgliedschaften: G20, Uno
Hauptstadt: Peking ((Beijing)
Währung: 1 Renminbi ¥uan (RMB.¥) = 10 Jiao = 100 Fen
Amtssprache: Chinesisch (Putonghua)

Bruttoinlandsprodukt 2014 (jew. Preise) : 9 469 Mrd. US$ (Quelle :IWF)
Exporte 2014: 2 342 Mrd. US$ (Quelle :WHO)
Importe 2014: 1 958 Mrd. US$ (Quelle :WHO)
Rohstoffe: Graphit, Antimon, Wolfram, Zink, Kohle, Eisenerz, Molybdän, Zinn, Blei, Quecksilber, Bauxit, Phosphatgestein, Diamanten, Gold, Mangan, Rohöl, Erdgas
Landwirtschaftliche Produkte: Reis, Mais, Süßkartoffeln, Weizen, Sojabohnen, Zuckerrohr, Tabak, Baumwolle, Jute

Die Gesamtverschuldung Chinas steigt deutlich

Verschuldung von Staat, Unternehmen, Finanzsektor und Privaten Haushalten
in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Inflationsrate

Veränderung der Verbraucherpreise zum Vorjahr in Prozent

Nominales Bruttoinlandsprodukt

Angaben in Billionen US-Dollar

Reales Bruttoinlandsprodukt

Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Dynamik der Änderung der Bevölkerungszahl China

Millionen Einwohner

Arbeitslosigkeit

in Prozent

In der Industrie offenbaren sich zugleich die Folgen von Kürzungen infolge der abgeschwächten wirtschaftlichen Entwicklung. Weil viele Firmen ihre Kosten senkten, stiegen die Gewinne sektorweit im Juli um elf Prozent auf umgerechnet 70 Milliarden Euro. Nach Angaben der Statistikbehörde war dies das stärkste Plus seit März. Eine deutliche Erholung der Nachfrage sei bislang aber nicht zu erkennen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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