„Die Erwartungen der Unternehmen für das Auslandsgeschäft sind zurückhaltend positiv“, heißt es dem Magazin zufolge in der Untersuchung. Etliche Betriebe erwarteten eine Verbesserung im Jahresverlauf. In Brasilien, Russland, Indien und China, den sogenannten BRIC-Staaten, bestünden die besten Geschäftsaussichten. Auch in den USA seien Zeichen der Besserung auszumachen. Pessimistisch seien die Unternehmen aber bei Geschäften in den EU-Krisenländern.
Die DIHK-Volkswirte stellten zudem fest, dass Unternehmen mit Produktion in anderen Ländern an ihren heimischen Standorten noch mehr Personal einstellten als an ihren ausländischen. „Auslandsinvestitionen fördern folglich den Standort Deutschland signifikant“, heißt es demnach in der Studie.
„Die Unternehmen sind hervorragend aufgestellt und machen nach wie vor glänzende Geschäfte - sie haben allen Grund, selbstbewusst in die Zukunft zu blicken“, sagt Peter Englisch. „Wenn überhaupt erleben wir derzeit eine „Krise light“, also eine leichte Schwächephase auf sehr hohem Niveau.“
Trotz der Rekordergebnisse lässt das Vertrauen in die deutsche Wirtschaft spürbar nach - auch wenn die Unternehmer darin noch keine unmittelbare Gefährdung für ihre reale Geschäftslage erkennen. So glauben nur noch 31 Prozent, dass sich Deutschlands Wirtschaftslage im nächsten Jahr verbessern wird. Mitte 2011 waren es noch 45 Prozent. Jeder vierte Manager erwartet für das Jahr 2012 sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Die Mehrheit der Konjunkturexperten - etwa bei der Bundesbank - teilt diese Sorge aber nicht. Die Fachleute rechnen damit, das der Aufschwung zwar an Fahrt verliert, es aber dennoch auch in harten Zeiten noch etwas bergauf gehen wird.
Der Mittelstand hat sich jedenfalls schon gerüstet für holprigere Zeiten und vorbeugend Gegenmaßnahmen getroffen: 62 Prozent versuchen Kosten weiter zu senken, 31 Prozent stärken die Eigenkapitaldecke.
Die Zuversicht könnte jedenfalls besser nicht sein: Unmittelbar bedroht von einer Abkühlung der weltweiten Konjunktur sieht sich nur jeder 100. Mittelständler. Bei 45 Prozent müsste es schon länger als ein halbes Jahr am Stück kriseln, bevor von einer Bedrohung die Rede sein könnte. Ostdeutsche Unternehmen sehen sich der Studie zufolge jedoch schon etwas früher gefährdet.
Stimmungsindikatoren zeigen nur das an, wonach sie benannt sind: Stimmungen.
Und die können sich stündlich ändern.
Besser man hält sich an Fakten nebst ein paar historische Erfahrungen.
Wenn es der Wirtschaft in Deutschland so gut geht, warum wird dann der deutsche Sparer durch die EZB mit Negativzinsen enteignet?!
Der Transfer unserer Geldvermoegen laeuft schon lange, wenn auch nicht so offensichtlich, da der Wertverlust schleichend aber stetig geschieht. Unsere Politik kuemmert dies wenig, wenn fuer viele die Altersversorgung durch solche Transferleistungen weggefressen wird.
Ich hatte in den letzten 15 Monaten ca. 15 Vorstellungsgespräche, Probearbeiten, Betriebs-besichtigungen und Tätigkeiten im "Mittelstand" (mit 11 MA bis 1000 MA). Die Unternehmen agieren oft "von ihrer Substanz" (Hallenaufgaben-/Vermietung, Sparen bei Maschinenanschaffungen) und können nur noch Billiglöhne zahlen. Meine Live-Eindrücke sagen mehr aus als das Handelsblatt dem Leser glauben machen will. Es kann sein, dass ich in Kürze zu einem US-Amerikanischen Unternehmen wechsle. Die haben u.a. Werke im Nahen Osten, Asien, USA, EU, Südamerika, Australien. Die Deutschen AG`s wissen halt oft nicht, was sie (mit 10 J. Berufserfahrung in der Fräsbranche) wollen. Die Amis und die Schweizer freuen sich gerne über deutsches KnowHow und ich mich über die Wurst auf meinem Teller und weniger auf Harz IV.
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