Haushaltsloch
USA machen deutlich weniger Miese

Mehr als eine Billion Dollar Defizit stand in den Haushaltsbüchern der USA, als Obama Präsident wurde. Nun steuert er das kleinste Haushaltsloch seiner Amtszeit an - der Fehlbetrag ist geringer als bisher gedacht.
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WashingtonDie US-Regierung geht von einem deutlich geringeren Defizit fürs laufende Haushaltsjahr aus. Wegen höherer Einnahmen und geringerer Ausgaben werde nun nur noch mit einem Defizit von 455 Milliarden Dollar (413 Milliarden Euro) gerechnet, teilte das Präsidialamt am Dienstag mit.

Das sind 128 Milliarden Dollar weniger als noch im Februar prognostiziert. 2014 waren es 483 Milliarden Dollar gewesen.

In Obamas erster Amtszeit lag das Defizit jedes Jahr über der Marke von einer Billion Dollar. 2009 waren es 1,41 Billionen Dollar. Dies entsprach 9,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Das war die Folge der schwersten Finanzkrise und Rezession seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Inzwischen steigen mit der Erholung der US-Wirtschaft die Staatseinnahmen. Das Haushaltsjahr 2015 endet offiziell am 30. September.

Im kommenden Haushaltsjahr soll das Loch dann bei 429 Milliarden Dollar und damit bei 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Vielleicht sind dies ja die direkten Schulden der Regierung der USA, die absoluten Gesamtschulden der USA liegen jedenfalls laut aktueller Schuldenuhr bei 18 Billiraden (nicht Billionen) Dollar und das bei 320 Millionen Einwohnern, das sind rund 56.000 Dollar pro Einwohnef.
    Deutschland hat im Vergleich dazu 2 Billiarden Schulden bei rund 82 Millionen Einwohnern,
    das sind dann pro Einwohner schlappe 24.000 Eur, bzw. 26.
    26.400 Dollar pro Einwohner!

  • Ein Maastrichtkriterium erfüllen die USA dann doch. Nur die Gesamtverschuldung ist zu hoch, sonst könnten die USA einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Eurozone stellen. Wie würde Brüssel darauf reagieren?

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