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Herbstgutachten: Institute heben Deutschland-Prognose drastisch an

exklusiv Die führenden Forschungsinstitute sagen der deutschen Wirtschaft Kreisen im kommenden Jahr ein deutlich geringeres Wachstum voraus. In diesem Jahr erwarten sie dagegen einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,5 Prozent.

Top-Ökonomen sehen Deutschland an der Wachstumsspitze. Quelle: Pressebild
Top-Ökonomen sehen Deutschland an der Wachstumsspitze. Quelle: Pressebild

FRANKFURT/DÜSSELDORF/BERLIN. Im kommenden Jahr dürfte der Zuwachs geringer ausfallen und das BIP um 2,0 Prozent zulegen. Das erfuhr das Handelsblatt aus mit den Daten vertrauten Kreisen. In Ihrem Frühjahrsgutachten hatten die Ökonomen für 2010 mit 1,5 Prozent noch einen wesentlich geringes Wirtschaftswachstum vorhergesagt.

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Die Institutsökonomen überreichen ihre Gemeinschaftsdiagnose, das sogenannte Herbstgutachten, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Donnerstag in Berlin. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland werde 2011 im Schnitt unter drei Millionen liegen. Der gesamte Euro-Raum werde in diesem Jahr um 1,6 Prozent zulegen, im kommenden Jahr um 1,3 Prozent.

Zudem erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, dass Deutschland 2011 wieder den Maastricht-Vertrag einhalten wird. Die Defizitquote werde im kommenden Jahr nur noch 2,7 Prozent betragen, erfuhr das Handelsblatt aus mit den Daten vertrauten vertrauten Kreise. Für diese Jahr erwarten die Institute ein gesamtstaatliches Defizit von 3,8 des Bruttoinalndsprodukts.

Das viel beachtete Gutachten dient der Bundesregierung als Grundlage für ihre eigene Prognose, die sie am 21. Oktober veröffentlichen will. Diese offizielle Schätzung wiederum ist die Basis für die Steuerschätzung Anfang November. Zu den Instituten gehören das Kieler IfW, das Münchner Ifo, das IWH aus Halle, das RWI Essen, das ZEW aus Mannheim, das Züricher KOF, das Wiener IHS sowie die Experten von Kiel Economics.

Zuletzt hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsschätzungen für Deutschland angehoben. Der Fonds rechnet in seinem Ausblick auf die Weltwirtschaft mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung in Deutschland von 3,3 Prozent in diesem Jahr, das sind 1,9 Prozentpunkte mehr als die bisherige IWF-Schätzung. Für 2011 rechnet der Fonds dann mit einem Wachstum von zwei Prozent, das sind noch 0,4 Prozentpunkte mehr als bisher vom IWF geschätzt.

Die Aufwärts-Revision für Deutschland ist die stärkste, die der Fonds für ein Land vornahm. Ein hoher deutscher Regierungsvertreter sagte dazu, die Regierung teile im Wesentlichen die IWF-Erwartungen. Auch sie halte in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum im Lande von „um die drei Prozent“ für realistisch.

  • 13.10.2010, 14:05 UhrAnonymer Benutzer: Andreas

    Das das bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr um cirka 2,0 Prozent wächst ist doch schon mal sehr gut. Das das bruttoinlandsprodukt jedoch lediglich um 2,0 Prozent wachsen soll ist gewollt. Anderenfalls würde eine andere Lohnpolitik und vor allem Steuerpolititk verfolgt werden. Die Krise und ihre bedingungen werden stark von dem Glück während der Wirtschaftskrise getrübt. Nicht die Lohnzurückhaltung war es, die Deutschland wirtschaftlich erstarken ließ. Sondern die Tatsache, dass Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld gezahalt wurden. Das hatte dazu beigetragen, dass auch dann noch Geldmengen geflossen sind, als Massenentlassungen für die gängige Wirtschaftprogrammatik initiiert hätten werden müssen. Jetzt glaubt man, dass es die niedrigen Löhne sind, die häufig nichts mit dem Export zu tun haben. Während die Finanzmärkte nur noch künstlich am Leben gehalten werden, werden die Löhne mit welchem Anspruch auch immer, niedrig gehalten.

    ich halte eine Lohnuntergrenze in Höhe von 9,20€ im Osten und 9,80 im Westen für den entscheidenden Schritt in die richtige Richtung, der für die kommenden Jahre eine völlig andere Programmatig der Staatswirtschaft und Privatwirtschaft zulässt.

    Eines ist aber sicher. Je länger die Löhne zu niedrig sind und je länger die Löhne niedrig bleiben, desto schwieriger wird die Erneuerung der infrastruktur und desto weniger Verständnis werden Politik und Wirtschaft Fürsprach erhalten, und zwar gleichermaßen vom Wahlvolk und vom Konsumenten.


    Sie vertrödeln strategisch wichtige Zeiträume. Und ich weiß nicht, wie man ihren Reichtum noch ertragen soll. Er wird für das Volk und für den Konsumenten einfach immer teurer. ich denke in diesem Zusammenhang immer wieder an Lessings "bogenschütze".

    Schade eigentlich. Haben Sie schon einmal versucht die Dinge vom Ende her zu denken? Nicht!? Na dann haben Sie auch keine kulturfähigen Ziele. Leider...

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