Hochkonjunktur Die deutsche Staatsverschuldung sinkt

Die Schulden des deutschen Staates sind so tief wie zuletzt im März 2011. Grund dafür ist der Wirtschaftsboom, der Steuern und Beiträge in die Staatskassen spült.
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Die Schuldenlast des Bundes sank um 2,4 Prozent auf 1,243 Billionen Euro. Quelle: dpa

Die Schuldenlast des Bundes sank um 2,4 Prozent auf 1,243 Billionen Euro.

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BerlinDie Verschuldung des deutschen Staates ist wegen der guten Konjunktur so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen Ende September zusammen mit rund 1,973 Billionen Euro in der Kreide. Das sind 2,9 Prozent oder 58,4 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Damit wurde der niedrigste Wert seit Beginn dieser Statistik im März 2011 erreicht; davor wurden die Extrahaushalte noch nicht berücksichtigt. Der Dauerboom der deutschen Wirtschaft sorgt derzeit für sprudelnde Steuer- und Beitragsquellen und füllt die Kassen des Staates.

Die Schuldenlast des Bundes sank um 2,4 Prozent auf 1,243 Billionen Euro. Der Bund baute seine aufgenommenen Kredite (-30,0 Prozent) und seine Wertpapierschulden (-2,2 Prozent) ab, während die Kassenkredite um fast 210 Prozent stiegen. Die Verbindlichkeiten der Länder schrumpften um 3,8 Prozent auf 590 Milliarden Euro. Hohe prozentuale Rückgänge gab es in Sachsen (-16,3 Prozent), Bayern (-16,0), Hessen (-13,3) und Mecklenburg-Vorpommern (-9,2). Die prozentual höchsten Zuwächse wiesen Thüringen (+4,3) und Hamburg (+2,1) auf.

Die Kommunen verringerten ihre Schuldenlast um 3,2 Prozent auf 139,1 Milliarden Euro. „Bis auf Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein haben die Gemeinden und Gemeindeverbände aller anderen Länder ihre Schuldenstände reduziert“, erklärten die Statistiker. Die Sozialversicherung war zum Ende des dritten Quartals 2017 mit 440 Millionen Euro verschuldet. Das waren 9,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

  • rtr
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3 Kommentare zu "Hochkonjunktur: Die deutsche Staatsverschuldung sinkt"

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  • Ach so...in 35 Jahren gibt es keinen Euro mehr. So lange hält die Show nicht mehr.
    Ein Flugzeugabsturz hält auch nicht unendlich lange...eventuell gefühlt.

  • Es braucht also noch zirka 35 Jahre mit Rekordeinnahmen um die Schulden abzubauen.

    Wenn das kein realistisches Ziel ist. Europa ist gespalten wie nie zuvor eben auch wegen Deutschlands Exportweltmeisterschaft. Irgendwann ist die Wirtschaft in den Nachbarländer derart kaputt, dass keiner mehr deutsche Waren kaufen kann, auch wenn sie billiger sind als die heimischen.

    Rekord, Rekord, Olé Olé...

  • Was der Altmeier in der kurzen Zeit seines Wirkens schon geschafft hat ist vielversprechend für die Zukunft, wenn er mal richtiger Finanzminister ist und nicht nur geschäftsführender Ersatz-Finanzmister.

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