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Höchste Arbeitslosigkeit seit acht Jahren: Rezession beendet britisches Jobwunder

Die Lage der britischen Wirtschaft hat sich dramatisch verschlechtert. Die Auswirkungen der Finanzkrise treiben die Arbeitslosigkeit auf der Insel steigt auf den höchsten Stand seit acht Jahren. Premier Brown und Notenbank warnen vor schwerer Wirtschaftskrise.

Premierminister Gordon Brown und die britische Notenbank warnen vor einer schweren Wirtschaftskrise, deren erste Auswirkungen der Inselstaat bereits auf dem Arbeitsmarkt spürt. Foto: ap Quelle: ap
Premierminister Gordon Brown und die britische Notenbank warnen vor einer schweren Wirtschaftskrise, deren erste Auswirkungen der Inselstaat bereits auf dem Arbeitsmarkt spürt. Foto: ap Quelle: ap

LONDON. Nach Einschätzung der Bank of England steckt das Land bereits in einer Rezession, die sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen wird. Die Arbeitslosigkeit auf der Insel ist bereits kräftig angestiegen.

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Er sei "fast sicher", dass die Wirtschaft im dritten Quartal geschrumpft sei und im vierten weiter schrumpfen werde, warnte Mervyn King, Gouverneur der Notenbank, bei der Vorstellung des vierteljährlichen Inflationsberichts. Eine Rezession im zweiten Halbjahr 2008 sei daher "sehr wahrscheinlich". In den ersten sechs Monaten 2009 wird sich die Krise den Prognosen zufolge weiter zuspitzen. Die Notenbanker rechnen mit einem Minus von bis zu zwei Prozent beim Bruttoninlandsprodukt. Großbritannien zählt zu den größten Opfern der weltweiten Finanzkrise. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt für die Insel für das gesamte Jahr 2009 ein Schrumpfen der Wirtschaft um 1,3 Prozent voraus. Damit würde die vom IWF prognostizierte Weltrezession Großbritannien härter treffen als alle anderen Industriestaaten.

Die rapide Abkühlung der Konjunktur schlägt bereits auf den lange Jahre boomenden Arbeitsmarkt durch: In den drei Sommermonaten von Juli bis September stieg die Zahl der britischen Erwerbslosen auf 1,8 Mio., die Arbeitslosenrate kletterte damit auf 5,8 Prozent - das ist der höchste Wert seit Anfang 2000. Volkswirt Adam Chester von der britischen Bank HBOS warnte, die Zahl der Erwerbslosen könnte bis Anfang 2010 sogar auf bis zu drei Millionen steigen.

"Wir haben den Boden des Abschwungs noch nicht erreicht", räumte auch Arbeitsminister Tony McNulty ein, und Premierminister Gordon Brown gab zu, dass das Land vor "harten Zeiten" stehe. Damit bereitet jetzt auch die Labour-Regierung die Wähler auf eine Rezession vor. Bislang hatte Brown stets betont, Großbritannien werde besser als andere Länder mit den Folgen der Finanzkrise fertig.

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