Höchster Exportüberschuss
Deutsche US-Exporte blühen unter Trump auf

Die deutschen Exporte in die USA übertreffen im ersten Quartal die Importe um knapp 14 Milliarden Euro. Mit keinem anderen Land erzielte die Bundesrepublik einen so hohen Überschuss. Das birgt politischen Zündstoff.
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BerlinDie deutschen Exporte in die USA blühen unter dem neuen Präsidenten Donald Trump wieder auf. Die Ausfuhren in die weltgrößte Volkswirtschaft wuchsen im ersten Quartal um 8,2 Prozent auf 29,1 Milliarden Euro, wie aus Reuters vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. 2016 waren die deutschen US-Exporte noch um sechs Prozent auf rund 107 Milliarden Euro geschrumpft. Damit könnten die Vereinigten Staaten 2017 das dritte Jahr in Folge wichtigster Abnehmer von Waren „Made in Germany“ werden, vor Frankreich und Großbritannien.

Dabei zeigte sich die US-Wirtschaft im ersten Vierteljahr konjunkturell in eher schwacher Form: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs lediglich um 0,2 Prozent und damit nicht einmal halb so stark wie das der Euro-Zone mit 0,5 Prozent. „Einige Bereiche der US-Wirtschaft sind dennoch gut gelaufen, insbesondere die Investitionen“, erklärte der US-Experte der Commerzbank, Christoph Balz. Zu den deutschen Exportschlagern wiederum gehören Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge.

Politischen Zündstoff birgt der enorme Überschuss im Handel mit den USA: Die deutschen Exporte dorthin übertrafen die Importe aus den Vereinigten Staaten um knapp 14 Milliarden Euro. Mit keinem anderen Land erzielte Deutschland im ersten Quartal einen so hohen Überschuss. Das könnte ein Thema bei der US-Reise von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries werden. Sie will am Dienstag und Mittwoch ihren Amtskollegen Wilbur Ross sowie den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und den ranghöchsten Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, in Washington treffen.

Die US-Regierung wirft wichtigen Handelspartnern wie China und Deutschland vor, sich mit unfairen Praktiken Vorteile zu erschleichen. Trump gab eine Untersuchung der Gründe für das hohe Defizit in Auftrag. Dabei soll es um Dumping-Preise, unerlaubte Subventionen und „fehlgeleitete“ Wechselkurse gehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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