Höhere Steuereinnahmen
Bund muss sich weniger Geld leihen

Die gute Konjunktur sowie steigende Verdienste und Rekordbeschäftigung lassen die Einnahmen des Bundes sprudeln. Wegen der gut gefüllten Staatskassen will sich Deutschland in diesem Jahr weniger Geld leihen als geplant.

BerlinDer Bund muss sich in diesem Jahr wegen gut gefüllter Staatskassen deutlich weniger Geld leihen als geplant. Die Auktionen von Geldmarktpapieren und Staatsanleihen sollen 174,5 Milliarden Euro einspielen – elf Milliarden Euro weniger als noch zu Jahresbeginn vorgesehen, wie die mit dem Schuldenmanagement betraute Finanzagentur am Dienstag mitteilte. Allein für das vierte Quartal kürzt der Bund seine Emissionen um sechs Milliarden Euro. „Damit wird der günstigen Entwicklung des Bundeshaushalts und seiner Sondervermögen Rechnung getragen“, erklärte die Agentur.

Die Steuereinnahmen lagen in den ersten acht Monaten um sechs Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dafür sorgten die gute Konjunktur sowie steigende Verdienste und Rekordbeschäftigung, die für höhere Einnahmen aus der Lohnsteuer sorgen.

Zusätzlich will der Bund noch etwa zwölf Milliarden Euro mit Anleihen einnehmen, die an die Inflationsrate gekoppelt sind. Damit erhöht sich das Gesamtvolumen in diesem Jahr auf rund 186,5 Milliarden Euro. Weniger hat sich der Bund zuletzt 2002 geliehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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