Ifo-Geschäftsklimaindex

Die deutsche Konjunktur ist in Höchstform

Der Ifo-Geschäftsklimaindex klettert auf den höchstem Stand seit April 2014 und überrascht damit die Experten. Die sehen einen „Jahresendspurt“. Insbesondere die Industrie blickt deutlich optimistischer in die Zukunft.
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Deutsche Firmenchefs im Freudentaumel

Deutsche Firmenchefs im Freudentaumel

Berlin/MünchenDie Stimmung deutscher Firmenchefs hat sich überraschend verbessert und ist so gut wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Oktober um einen Zähler auf 110,5 Punkte, wie die Münchner Forscher am Dienstag zu ihrer Umfrage unter rund 7000 Managern mitteilten. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten nur mit einer Stagnation gerechnet. „Der Aufschwung in Deutschland gewinnt an Fahrt“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten sowohl ihre Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate günstiger als zuletzt.

Vor allem die Industrie blickt wieder optimistischer nach vorne. „Die Erwartungen stiegen auf den höchsten Wert seit mehr als zwei Jahren“, erklärte das Ifo-Institut. Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen seien gefragt. Während das Geschäftsklima im Großhandel nachließ, stagnierte es im Einzelhandel. Zum siebten Mal in Folge hellte sich die Stimmung am Bau auf. „Das Bauhauptgewerbe eilt weiterhin von Rekord zu Rekord.“ Insgesamt sei die Lage am Jobmarkt vielversprechend, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe zu Reuters. „Es wird eingestellt ohne Ende.“

Fachleute reagierten positiv auf die überraschend guten Daten. „Die deutsche Konjunktur läuft wieder deutlich stärker“, sagte Analystin Ulrike Kastens vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Dies liege vor allem an der Belebung in der Industrie. „Es sieht nach einem guten Jahresendspurt aus.“ Auch Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank aus Liechtenstein gibt sich optimistisch: „Die deutsche Wirtschaft hält auch über den Jahreswechsel hinaus Kurs.“ Es gebe Anlass zur Hoffnung, dass die Exporte wieder anziehen.

Lidl-Boss sprengt Statistik über reiche und arme Städte
Einkommensstatistik
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Die Einkommensstatistik zeigt, in welchen Städten, Gemeinden und Kreisen, am meisten verdient wird. Das verfügbare Einkommen umfasst das Geld, dass Haushalten zufließt, um es auszugeben oder zu sparen.

Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2014, veröffentlicht worden sind sie im Oktober 2016. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen je Einwohner in Deutschland betrug 2014 demnach 21.117 Euro im Jahr.

(Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder)

Main-Taunus-Kreis
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Patz 10: lm Main-Taunus-Kreis (Im Bild: Wiesbaden) verfügen die Einwohner über durchschnittlich 25.785 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 6,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 27 Prozent

München
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Platz 9: In der Stadt München verfügen die Einwohner über durchschnittlich 25.838 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 2,6 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 14 Prozent

Kreis Mainz-Bingen
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Patz 8: lm Landkreis Mainz-Bingen (im Bild: Mainz) verfügen die Einwohner über durchschnittlich 26.177 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 8,9 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 38 Prozent

Olpe
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Platz 7: Im Kreis Olpe verfügen die Einwohner über durchschnittlich 27.125 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 10,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 47 Prozent

Miesbach
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Platz 6: lm Landkreis Miesbach in Oberbayern (Im Bild: Holzkirchen) verfügen die Einwohner über durchschnittlich 27.168 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 6,6 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 26 Prozent

Baden-Baden
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Platz 5: lm Stadtkreis Baden-Baden verfügen die Einwohner über durchschnittlich 29.043 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 5,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 17 Prozent

An der Börse weitete der Dax nach der Veröffentlichung der Daten seine Gewinne aus und stieg auf ein neues Jahreshoch von 10.827 Punkten.

Die deutsche Wirtschaft hatte zu Jahresanfang um 0,7 Prozent zugelegt und im Frühjahr um 0,4 Prozent. Im abgelaufenen dritten Quartal dürfte sich das Wachstum laut Bundesbank allerdings etwas verlangsamt haben.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Ifo-Geschäftsklimaindex: Die deutsche Konjunktur ist in Höchstform"

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  • Wenn die Konjunktur angeblich in Höchstform ist warum arbeiten alle deutschen Konzerne dann nur noch mit Leiharbeitern, und ein Konzern wie EADS Airbus den höchsten Auftrgasbestand in der Geschichte des Unternehmens verzeichnet und für in Finkenwerder über 6000 Leiharbeiter tätig sind darüberhinaus auch noch angeblicher Fachkräftemangel herrscht.
    Die verantwortlichen Politiker wie Oberstudienrat Gabriel, Nahles, van der layen Schwesing und Frau Dr Merkel sind lieber mit anderen Themen beschäftigt als den seit Jahren andauernden Abbau von Arbeitnehmerrechten durch unbegrenzte Leiharbeit in allen Konzernen, zunehmdes Lohndumping für Geringqualifizierte, was sich bereits bei Facharbeitern und Ingenieuren als Leiharbeiter bemerkbar macht. Herzlichen Glückwunsch grosse Koaltion ihr treibt dieses Land und seine Sozialgesetzgebung immer weiter in den Ruin bis endlich das totale Chaos ausbricht.
    Dies ist schon lange nicht mehr der Staat wofür Konrad Adenauer und Erhard seinerzeit gekämpft haben!

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