Ifo-Index: Deutsche Wirtschaft kommt in Fahrt

Ifo-Index
Deutsche Wirtschaft kommt in Fahrt

Die deutsche Wirtschaft hat einen guten Jahresauftakt erwischt. Der Ifo-Geschäftsklima-Barometer kletterte im Januar auf 106,7 Punkte. Das war bereits der dritte Anstieg in Folge.
  • 1

MünchenDie deutsche Wirtschaft kommt dank sinkender Energiekosten und des billigeren Euro zum Jahresauftakt überraschend gut in Fahrt. Der Index für das Ifo-Geschäftsklima kletterte im Januar von 105,5 auf 106,7 Punkte und damit den höchsten Wert seit einem halben Jahr, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Das war bereits der dritte Anstieg in Folge, was als zuverlässiger Hinweis für eine konjunkturelle Wende zum Besseren gilt.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Plus auf 106,3 Zähler erwartet. „Die deutsche Wirtschaft startet gut ins neue Jahr“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zu der Umfrage unter 7000 Managern. Die Führungskräfte beurteilten sowohl ihre Lage als auch ihre Geschäftsaussichten optimistischer.

Die Stimmung verbesserte sich dabei im Groß- und Einzelhandel sowie in der Industrie. „Aufgrund des sinkenden Euro-Wechselkurses werden stärkere Impulse vom Export erwartet“, erklärte Sinn. Durch die Abwertung der Währung können Waren in vielen wichtigen Regionen günstiger angeboten werde, darunter in den USA und in China. Gleichzeitig lässt das billigere Benzin den Verbrauchern mehr Geld in den Taschen, wovon der Handel profitiert. Bei den Dienstleistern und im Baugewerbe trübte sich die Stimmung hingegen ein.

„Die Konjunktur in Deutschland beschleunigt sich“, sagte Ökonom Holger Sandte von der Bank Nordea. „Alles andere wäre bei dem tiefen Ölpreis und dem deutlich schwächeren Euro auch ein echtes Rätsel.“ Die unklare Situation in Griechenland nach der Parlamentswahl, die in der Umfrage noch nicht erfasst wurde, könne das Klima in den nächsten Monaten aber belasten. „Ein Unfall ist da nicht auszuschließen.“ Es wird befürchtet, dass Griechenland vom Spar- und Reformkurs abweicht.

Zusätzlich Impulse könnten hingegen von der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank kommen, die vorige Wochen den Kauf von Staatsanleihen in großem Stil beschlossen hat. Das hilft vor allem den Euro-Ländern wie Frankreich und Italien, wohin ein Großteil der deutschen Exporte geht. „Die EZB-Politik spiegelt sich noch nicht in unserer Umfrage wieder“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Ökonomen gehen davon aus, dass Deutschland in diesem Jahr um rund 1,5 Prozent wachsen wird. 2014 hatte es ebenfalls ein Plus in dieser Höhe gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ifo-Index: Deutsche Wirtschaft kommt in Fahrt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Deutsche Wirtschaft kommt in Fahrt

    .........................................................

    Mit dem Rückwärtsgang !!!

    Zurück in die Steinzeit...

    wo man für ein Stück Brot den ganzen Tag hat arbeiten müssen.








Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%