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Ifo-Indikator: „Silberstreif“ am Konjunktur-Horizont

Der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima hat nach zwei Quartalen erstmals wieder zugelegt. Die konjunkturellen Erwartungen für die Euro-Zone in den kommenden Monaten fallen vermehrt positiv aus.

Der Ifo-Indikator deutet auf eine konjunkturelle Erholung in der Euro-Zone hin. Quelle: SAP/dpa
Der Ifo-Indikator deutet auf eine konjunkturelle Erholung in der Euro-Zone hin. Quelle: SAP/dpa

MünchenDie Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung in der Euro-Zone mehren sich. Der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima legte im ersten Vierteljahr 2013 nach zwei Rückgängen in Folge erstmals wieder zu – auf 95,1 Punkte von 81,7 Zählern im Vorquartal. „Ein Silberstreif am Horizont ist erkennbar", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Mittwoch zu der Umfrage unter 281 Experten aus mehreren Ländern. Zwar beurteilten die Befragten die Wirtschaftslage erneut etwas schlechter. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate fielen allerdings vermehrt positiv aus und erreichten den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Insgesamt wird im Euro-Raum in den nächsten sechs Monaten in allen Ländern außer Zypern, Finnland, Portugal und Spanien mit einer Verbesserung der Situation gerechnet.

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Am Montag war der Sentix-Index für die Wirtschaft in der Euro-Zone das sechste Mal in Folge gestiegen. Die Aussichten für das nächste Halbjahr notierten laut Sentix sogar auf dem höchsten Stand seit Beginn der Finanzkrise vor sechs Jahren. Bereits vor einem Monat hatte das Münchner Ifo-Institut eine leichte Erholung der krisengeschüttelten Euro-Wirtschaft bis zum Sommer vorhergesagt.

Europa-Konjunktur

Die deutsche Industrie hat das Jahr 2012 mit einem Auftragsplus abgeschlossen und stellt sich auf eine baldige Konjunkturerholung ein. Vor allem eine deutlich anziehende Nachfrage aus der Euro-Zone sorgte dafür, dass die Firmen im Dezember 0,8 Prozent mehr Bestellungen an Land zogen als im Vormonat. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet nach den Daten vom Mittwoch mit einem „absehbaren Ende der Schwächephase der Industriekonjunktur".

Während die Binnennachfrage im Dezember um 1,2 Prozent sank, kletterten die Industrieaufträge aus dem Ausland um 2,4 Prozent. Hauptgrund hier war das kräftige Plus von sieben Prozent aus Ländern der Euro-Zone. Die Produzenten von Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen verbuchten ein Plus von 3,6 Prozent. Hier schnellte die Nachfrage aus dem Währungsraum ebenfalls mit fast zwölf Prozent weit nach oben. Die Konsumgüterhersteller erzielten einen Zuwachs von 1,7 Prozent, lediglich die Hersteller von Vorleistungsgütern wie Chemikalien meldeten ein Auftragsminus von 3,6 Prozent.

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