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ILO-Studie: Wirtschaftskrise kostet welteit 20 Millionen Jobs

Mindestens 20 Millionen Arbeitsplätze sind einer Studie zufolge weltweit im Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise seit März 2008 verloren gegangen. Allein in der Europäischen Union seien es 6,1 Millionen gewesen, schreibt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem am Montag in Genf vorgestellten Bericht.

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Arbeitssuchende in Deutschland. Weltweit hat die Krise nach Berechnungen der ILO 20 Millionen Jobs vernichtet. Quelle: ap
Arbeitssuchende in Deutschland. Weltweit hat die Krise nach Berechnungen der ILO 20 Millionen Jobs vernichtet. Quelle: ap

HB GENF/BERLIN. Bei einem vorzeitigen Ende staatlicher Konjunkturprogramme könnten bis zu 43 Millionen Arbeitsplätze gefährdet sein - vor allem von gering Qualifizierten, Älteren und Migranten. "Die globale Beschäftigungskrise ist nicht vorbei", sagte ILO-Direktor Raymond Torres am Montag. "Eine wahre wirtschaftliche Erholung ist erst dann möglich, wenn sich auch die Beschäftigung erholt."

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In den 51 untersuchten Ländern seien derzeit fünf Millionen weitere Stellen "akut gefährdet". Die Regierungen müssten den Arbeitsmarkt deshalb weiter stützen. Ein schneller Ausstieg aus den Konjunkturprogrammen verschärfe die Beschäftigungskrise nur noch. Das wiederum ziehe einen geringeren Konsum und schwächere Investitionen nach sich.

Deutschland hat die Krise bislang besser verdaut

Deutschland hat die Krise der ILO zufolge besser verdaut als andere Industriestaaten. Das sei vor allem der Kurzarbeit zu verdanken. Allerdings werde die Zahl der Arbeitslosen auch hier bis weit ins nächste Jahr hinein steigen. Der Höhepunkt werde wohl erst im zweiten Halbjahr 2010 erreicht. 2013 werde die Arbeitslosenquote in den Industrieländern wieder auf den Stand vor der Krise sinken. Die Bundesregierung solle deshalb die heimische Nachfrage stärken, indem sie Haushalte mit geringem Einkommen stütze.

Im November hatte die Bundesagentur für Arbeit 3,215 Millionen Erwerbslose gezählt. Das waren 13 000 weniger als im Vormonat, aber 227 000 mehr als ein Jahr zuvor. Experten schließen 2010 einen Anstieg auf vier Millionen nicht aus.

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