Industrie in der Euro-Zone
Umsatzminus für Deutschland, Spanien boomt

Die Industrie in Frankreich tritt weiterhin auf der Stelle. Die deutschen Betriebe haben sogar das stärkste Umsatzminus seit 2014 verzeichnet. Beim früheren Krisenland Spanien hingegen geht es spürbar bergauf.
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Paris/Madrid/BerlinDie deutsche Industrie hat im Februar das größte Umsatzminus seit August 2014 hinnehmen müssen. Bereinigt um jahreszeitliche Schwankungen fielen die Erlöse um 0,7 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Dezember und Januar hatte es noch jeweils ein Plus von 0,8 Prozent gegeben. Im Februar verringerte sich nun der Inlandsumsatz um 1,3 Prozent, während das Auslandsgeschäft um 0,2 Prozent nachließ.

Das größte Umsatzplus gab es mit 3,3 Prozent bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, die von einem starken Geschäft mit ihren Partnern in der Euro-Zone profitierten. Den höchsten Rückgang gab es mit 2,2 Prozent bei Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln.

Bei der Industrie fielen zuletzt Aufträge und Produktion mauer aus als erwartet. Dies könnte ein Beleg dafür sein, dass die gesamte Wirtschaft schwächer ins neue Jahr gestartet ist als von vielen Experten erwartet.

Die Industrie in Frankreich tritt weiter auf der Stelle. Die Unternehmen konnten ihre Produktion im Vergleich zum Januar nicht steigern, wie das nationale Statistikamt Insee am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten allerdings sogar einen kleinen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Frankreich gilt derzeit konjunkturell als eines der größten Sorgenkinder in der Euro-Zone.

Beim früheren Krisenland Spanien hingegen geht es spürbar bergauf. Die dortige Industrie stellte im Februar 0,6 Prozent mehr her als im Vorjahresmonat und übertraf nach Angaben der Statistiker damit die Markterwartungen deutlich. Denn Ökonomen hatten nur mit einer stagnierenden Produktion gerechnet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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