
HB WASHINGTON. Die Erholung der US-Wirtschaft hat im April deutlich an Schwung gewonnen. Das Verarbeitende Gewerbe steigerte seine Produktion um 0,8 Prozent und damit stärker als von Analysten erwartet, wie die US-Notenbank am Freitag mitteilte. "Der Zuwachs bei der Produktion erstreckt sich breit über die Branchen", hieß es. "Die Zahlen sind robust und zeigen, dass die Erholung der Industrie intakt ist", sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf. An den Börsen fanden die Konjunkturdaten allerdings keinen Widerhall, die Aktienindizes gaben wegen der europäischen Schuldenkrise nach.
Der Aufschwung kommt in den USA auch bei den Verbrauchern an, die Einzelhändler erwirtschafteten den siebten Monat in Folge höhere Umsätze. Der Anstieg war zudem stärker als von Analysten erwartet. Binnen Monatsfrist steigerten die Händler nach Angaben des Handelsministeriums ihre Erlöse um 0,4 Prozent. "Das sieht wie eine sehr solide Erholung aus", sagte Bob Mellman von JP Morgan.
Überraschend stiegen die Autoverkäufe an, nachdem sie bereits im März in die Höhe geschnellt waren - und nachdem die Daten der Autokonzerne auf einen Rückgang hingewiesen hatten. Doch auch die übrigen Einzelhändler lagen im Plus: Ohne Autos hatten die Händler 0,4 Prozent mehr in den Kassen. Das stützt Hoffnungen, dass die US-Verbraucher wieder in Kauflaune sind - trotz der immer noch hohen Arbeitslosigkeit.
Die US-Wirtschaft wächst seit der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder. Noch wurde die schwerste Rezession seit den 1930er Jahren aber nicht für beendet erklärt: Anders als in Deutschland endet eine derartige Schwächephase in den USA nicht damit, dass die Wirtschaftsleistung wieder zulegt. Vielmehr entscheidet in den USA das Nationale Wirtschaftsforschungsinstitut NBER darüber, wann eine Rezession beendet ist.
Allerdings sprechen einige Anzeichen dafür, dass die Erholung weitergeht: So besserte sich das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes. Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan stieg im Mai nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag auf 73,3 Punkte von 72,2 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten im Schnitt mit 73,5 Punkten gerechnet. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.
Der erträumte Aufschwung – Eine Fata Morgana. Auch, bzw. vor allem in den USA.
Aufschwung bei der Wall-Street, das kann sein. Die bankster zahlten sich letztes Jahr 144 Milliarden Dollar an boni (aus Steuergeldern)aus. Aus Steuergeldern deshalb, weil sich auch die US-bankster fast zinslos bei der Fed Geld leihen und an den börsen verzocken können. Und für diese Heldentaten genehmigt man sich selbst festgelegte bonizahlungen.
Der größte Rüstungsexporteur der Welt kurbelt die Nachfrage an, indem Konflikte erzeugt werden. Wäre ja nur eine Fortsetzung erfolgreich praktizierter Methoden der CiA. Aber was macht man nicht alles für den „Aufschwung“.
Der Abschwung hat noch nicht mal richtig begonnen, da reden andere schon vom Aufschwung. Die Amis sitzen immer noch auf 2300 Milliarden Dollar Kreditkartenschulden incl. Kleinkrediten. Die Rückzahlung wurde auf Druck der Regierung ausgesetzt. Problem gelöst.
Der Gewerbeimmobilienmarkt, vier mal so groß wie der Wohnimmobilienmarkt, ist gerade dabei sich aufzulösen. Jedes 10. Einkaufscenter steht schon leer. Der Leerstand bei büroimmobilien beträgt teilweise schon 50%, parallel zu den Werten. Und gerade hier haben vor allem deutsche banken massiv Kredite vergeben. Diese Risiken kommen noch zu den 800 Mrd. Euro dazu, auf denen sie jetzt schon sitzen.
Und dann haben wir noch das Derivateproblem. Weltweit sitzen die bankster auf 600.000 Milliarden Dollar wertloser Papierschnipsel, die sie aus den bilanzen ausgelagert haben, um den sofortigen Kollaps zu vermeiden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Wirtschaft auf Erholungskurs? immer und immer wieder wiederholen und fest daran glauben. Die einzige Möglichkeit zur Rettung, weil Glaube versetzt berge.
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