Inflation Euro-Zone
Preise in Europa steigen fast gar nicht

Wenn die Preise wenig steigen, ist das gut für Verbraucher. Doch die Preissteigerung von 0,1 Prozent im November in der Euro-Zone ist deutlich weniger als das Ziel der EZB.

DüsseldorfDie Preise im Euro-Raum sind auch im November gegenüber dem Vorjahresmonat nur um 0,1 Prozent gestiegen, teilte die Europäische Statistikbehörde am Mittwoch mit. Am stärksten waren die Rückgänge für Energie mit einem Minus von 7,3 Prozent, während vor allem Nahrungsmittel und Tabak teurer geworden sind.

Der Euro gab nach der Bekanntgabe etwas nach und notierte um kurz nach 11 Uhr wieder unter 1,06 Dollar. Auch der Dax legte leicht zu. Das lässt darauf hindeuten, dass Marktteilnehmer eine weitere Lockerung der Geldpolitik erwarten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Ziel, in der Euro-Zone eine Inflation von knapp unter zwei Prozent zu erreichen. Eine anhaltend niedrigere Preissteigerung ist für Verbraucher zwar vorteilhaft, gilt aber dennoch als unerwünscht. Denn bei Werten um null Prozent kann ein Abrutschen in eine Abwärtsspirale sinkender Preise drohen. In den Euro-Ländern hatte die Inflation im Oktober wie jetzt im November 0,1 Prozent betragen, nach minus 0,1 Prozent im September.

EZB-Präsident Mario Draghi hat angekündigt, Banken mit einer noch lockereren Geldpolitik zu einer höheren Kreditvergabe anzutreiben. Das soll die Preise in der Euro-Zone wieder deutlicher anziehen lassen. Am Donnerstag trifft sich der EZB-Rat, um über den künftigen Kurs zu entscheiden.

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