Inflation im Januar: Verbraucherpreise steigen leicht

Inflation im Januar
Verbraucherpreise steigen leicht

Sinkende Preise für Benzin und Heizöl drücken die Inflation in Deutschland im Januar. Die Verbraucherpreise stiegen leicht. Deutlich teurer wurden Gemüse, Speiseöle und Molkereiprodukte.
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WiesbadenDie Verbraucherpreise in Deutschland sind zum Jahresanfang nur leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, lagen sie im vergangenen Monat um 1,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sanken die Verbraucherpreise sogar um 0,6 Prozent.

Verantwortlich für die moderate Inflationsrate waren den Statistikern zufolge die sinkenden Preise für Mineralölprodukte, die im Vergleich zum Januar 2013 um 5,2 Prozent zurückgingen. So sei leichtes Heizöl im Vergleich zum Vorjahresmonat 7,1 Prozent günstiger gewesen, Kraftstoffe um 4,6 Prozent.

Bei Nahrungsmitteln lag die Teuerung demnach bei plus 3,6 Prozent und damit weiter deutlich über der Gesamtteuerung. Teurer wurden vor allem Speisefette und Speiseöle sowie Molkereiprodukte wie Quark, Schnittkäse und Joghurt. Deutlich teurer wurden auch Gemüse mit einem Plus von 5,7 Prozent und Obst mit einer Preissteigerung um 3,8 Prozent.

Der deutliche Preisrückgang im Vergleich zum Dezember sei saisonbedingt, erklärten die Statistiker. So seien die Preise für Pauschalreisen und Flugtickets mit Ablauf des Urlaubsmonats Dezember deutlich zurückgegangen. Wegen erheblicher Rabatte für Winterwaren seien die Preise für Bekleidung um 4,8 Prozent und für Schuhe um 3,3 Prozent zurückgegangen.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex lag im Januar bei 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Zahlen werden aber auf Grundlage eines anderen Warenkorbs berechnet. Sie sind Maßstab der Europäischen Zentralbank, die bei einer mittelfristigen Inflation von knapp 2,0 Prozent von stabilen Preisen spricht.

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