Inflation
Verbraucherpreise ziehen nur leicht an

Die sinkenden Energiepreise drücken die Inflation: Im Vorjahresvergleich haben sich die Preise um lediglich 0,4 Prozent verteuert. Für Obst und Gemüse müssen die Verbraucher jedoch deutlich tiefer in die Taschen greifen.

WiesbadenDie Preise für Obst und Gemüse haben im November deutlich angezogen, die Verbraucherpreise insgesamt stiegen aber nur leicht. Die Inflation lag im vergangenen Monat bei 0,4 Prozent gegenüber November 2014, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte und damit vorläufige Zahlen bestätigte. Wie in den Vormonaten sorgten vor allem die sinkenden Energiepreise für die nur leichte Teuerung. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate bei 1,3 Prozent gelegen, erklärten die Statistiker.

Deutlich teurer als vor einem Jahr waren im November vor allem Zitrusfrüchte (17,4 Prozent) und Äpfel (12,3 Prozent). Einen Preissprung von mehr als 27 Prozent machten Kartoffeln. Grund sind schlechte Ernten, das Angebot ist sehr viel niedriger als im Vorjahr. Molkereiprodukte und Eier dagegen waren um vier Prozent günstiger als vor einem Jahr.

Die Energiepreise gingen um 7,5 Prozent zurück, wie die Statistiker mitteilten. Damit habe sich die Entwicklung der Vormonate fortgesetzt, allerdings etwas abgeschwächt. Im September waren die Preise demnach noch um 9,3 Prozent zurückgegangen, im Oktober um 8,6 Prozent. Im November wurden im Vergleich zum Vorjahr vor allem Heizöl (minus 23 Prozent) und Kraftstoffe (minus 9,9 Prozent) günstiger.

Im Vergleich zum Oktober dieses Jahres gingen die Verbraucherpreise im November um 0,1 Prozent zurück. Das ganze Jahr 2015 lag die Teuerung deutlich unter einem Prozent. Im Januar fiel sie sogar mit minus 0,3 Prozent ins Negative. Die höchsten Inflationsrate gab es laut Statistik mit 0,5 Prozent im April und 0,7 Prozent im Mai. 2013 waren die Preise um 1,5 Prozent geklettert, 2014 um 0,9 Prozent.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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