Institut für Wirtschaftsforschung
Risiken für die deutsche Wirtschaft werden übersehen

Gute Arbeitsmarktdaten, Wirtschaftsaufschwung – und trotzdem warnt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung: Die Deutschen sparen falsch. Die Lösung? Weg vom beliebten Sparbuch, hin zu Aktien und Immobilien.
  • 1

UnterschleißheimDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat angesichts der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland vor einer gefährlichen Selbstzufriedenheit gewarnt. „Wir haben das Gefühl: Uns geht’s gut, die Wirtschaft boomt und wir haben einen Jobaufbau“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher am Donnerstag beim Verbandstag des Genossenschaftsverbands Bayern in Unterschleißheim bei München. Diese Momentaufnahme dürfe aber nicht vergessen lassen, dass Deutschland noch vor zehn Jahren der kranke Mann Europas war und immer noch vor gewaltigen Herausforderungen stehe. „Wir sollten uns selbstkritisch fragen, wie es weitergeht.“

Als großes Problem für die langfristige Entwicklung der deutschen Wirtschaft sieht Fratzscher die geringen Investitionen an, mit denen Deutschland anderen Ländern in Europa hinterher hinke. Auch bei der private Vermögensvorsorge schneide Deutschland besonders schlecht ab. „Die Antwort liegt darin, dass wir Deutschen unheimlich schlecht sparen“, sagte er. Statt auf Immobilien oder Aktien zu setzen, legten die meisten Deutschen ihr Geld immer noch auf das Sparbuch, wo es wegen der Mini-Zinsen an Wert verliere. „Die Niedrigzinsphase ist eine Katastrophe für den Sparer.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Institut für Wirtschaftsforschung: Risiken für die deutsche Wirtschaft werden übersehen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Unternehmen verlassen Deutschland wegen falscher sinisterer Politik der Merkel und deren roten Genossen.

    Euro, EEG, Mindestlohn und Frühverrentung führen direkt in die Wettbewerbsunfähigkeit. Der Rest der Welt bietet Besseres.

    Es sind daher nicht die Sparer, die unseren Unternehmen die Lust an Deutschland (und Europa) nehmen, sondern die Politik, welche falsch und bewußt schädlich ist.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%