Internationale Wertpapieraufsicht
Aufseher wollen Märkte besser kontrollieren

Die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden will nach den jüngsten Skandalen um manipulierte Zinssätze und Devisenkurse über eine bessere Marktregulierung beraten. Globale Standards sollen kommen.
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LondonDie jüngsten Skandale um manipulierte Zinssätze und Devisenkurse rufen die globalen Aufseher auf den Plan. Auf einem Treffen der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) in London im nächsten Monat soll beraten werden, wie man bisher weitgehend unregulierte Märkte besser in den Griff bekommen kann.

Das berichtete der Chef der britischen Bankenaufsicht FCA, Martin Wheatley, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die IOSCO ist eine Dachorganisation für Aufsichtsbehörden wie die deutsche BaFin und die US-Börsenaufsicht SEC. Die zweitätige Konferenz soll am 17. Juni starten.

Die Skandale um manipulierte Libor-Zinssätze und Devisenkurse haben weltweit hohe Wellen geschlagen. Internationale Großbanken, darunter die Deutsche Bank, Barclays und die Schweizer UBS, wurden zu hohen Strafen verdonnert, teils in Milliardenhöhe. Nach Worten Wheatleys sind nun klare Vorgaben gefragt, um den Finanzmärkten Orientierung zu geben. „Diese Führung muss aus einer Kombination globaler Standardsetzer wie der IOSCO und dem Elan von Leuten kommen, die sehr nahe dran sind“, sagte er. Typischerweise falle diese Rolle Großbritannien und den USA zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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