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Diskussion: Kommentare zu: „Europa droht eine Abwärtsspirale“

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
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  • 10.10.2012, 00:59 Uhrnobum

    An Herrn Sinn,
    die Kapitalflucht ist die wesentliche Ursache für die Target-Forderungen. Exportüberschüsse hat Deutschland schon vorher erzielt. Sie haben die falschen Schlüsse gezogen.
    MFG
    Nobum

    • 10.10.2012, 10:09 Uhrazaziel

      @ Nobum – Na, dann ist ja alles in Ordnung, wenn die Griechen in Muenchen Haeuser kaufen und die Bundesbank dafuer eine ordentliche Targetforderung bekommt ;-)

    • 10.10.2012, 10:22 UhrHenry

      Eine Minderheit lebt seit Jahren über ihre Verhältnisse und reist den Rest mit in den Abgrund. Daran wird auch die Bankenunion nichts ändern. Im Gegenteil, alles wird nur noch schneller den Bach runter gehen.

      Es gibt nur eine Lösung. Schwache Konjunktur-Länder müssen vom Euro entkoppelt werden. Ob es „Einzelne Nationalwährungen“ sind oder eine „Zweite Gemeinschaftswährung“ mit dem Abwertungsfaktor von 2:1, darüber lässt sich streiten. Je länger wir an der jetzigen Euro-Gemeinschaftswährung festhalten, umso schlimmer wird das Ende sein.

      Der europäischen Bevölkerung, insbesondere der deutschen Bevölkerung, werden schöne Wirtschaftszahlen vorgegaukelt, die so nicht stimmen können. Der Absatz und die Wirtschaftskaufkraft in Europa gehen unaufhaltsam zurück. Die europäische Bevölkerung wird eingelullt um den Euro auf Biegen und Brechen zu halten, was in Wirklichkeit unmöglich ist. Herr Prof. Sinn hat das Problem längst aufgezeigt, so ist das.

      Jeder normal denkende Mensch erkennt die Widersprüche im System mit der Euro-Gemeinschaftswährung. Länder mit derartigen Diskrepanzen im Wirtschaftswachstum passen nicht zusammen. Das ändert sich auch in 30 Jahren nicht. Der Bundesländerfinanzausgleich in Deutschland besteht seit 50 Jahren. Das gleiche Wirtschaftswachstum kann und wird es nie geben.

      Dementsprechend werden dauerhaft gigantische Summen über Brüssel verteilt. Deutschland werden zig Milliarden für die Entwicklung im eigenen Land entzogen. Mit anderen Worten, der deutschen Bevölkerung wird das erwirtschaftete Kapital gestohlen.

    • 10.10.2012, 12:09 Uhrnobum

      Der Herr Sinn erzählt diesmal wirklich Unsinn.
      Luxemburg hat fast 20 % der deutschen Target-Forderungen. Das ist eine große Fehleinschätzung von Herrn Sinn.
      Luxemburg hat aber ein rel. striktes Bankgeheimnis und deshalb fließt ein großer Strom der (Schwarzgeld-) Kapitalflucht nach Luxemburg (€ 113 Mrd. Target2-Forderungen Lux, € 695 Mrd. BRD, Stand Sept. 2012).
      Ich möchte in diesem Zusammenhang wissen, wieviel Schwarzgeld in den Schweiz fließt. Dieser Strom wird von der SNB in € umgetauscht und in BRD, FR, BeNeLux etc. wieder angelegt.

    • 10.10.2012, 12:29 UhrG.N.

      IWF: Deutschland muss Banken in Südeuropa retten, sonst zerbricht der Euro
      Deutsche Wirtschafts Nachrichten
      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/10/10/iwf-deutschland-muss-banken-in-suedeuropa-retten-sonst-zerbricht-euro/
      Der Internationale Währungsfonds macht weiter Druck: Er will schnellstmögliche Zahlungen aus dem EFSF und ESM an die südeuropäischen Banken.
      IWF in Asien: Als „Schwarzer Schwan“ getarnt, bereit zur Übernahme
      Deutsche Wirtschafts Nachrichten
      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/10/09/iwf-in-asien-als-schwarzer-schwan-getarnt-bereit-zur-uebernahme/
      Wenn der IWF Europa mit Krediten helfen will, ist Vorsicht angebracht

  • 10.10.2012, 05:57 UhrOldi

    Man bin ich gut.^^ Läuft alles wie vorhergesagt. Der nächste berechenbare Schritt wird sein, das die EZB gezwungen ist zig Mrd. in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen. Trotz Inflationsprobleme. Was aber die Flucht aus dem Euro noch verstärkt.

    Der Euro hat seine Halbwertzeit überschritten.

  • 10.10.2012, 06:23 Uhrsteuerhilfe.net

    Da wird Angst geschürt, nur damit die Hochfinanz noch mehr Steuergeld erhält, um ihre Sucht danach zu stillen. Die Halbwertzeit von den Billionen die in diesem Jahr schon an die Hochfinanz gegangen sind, werden immer kürzen.
    Wie bei einem Junkie, der den nächsten Schuss braucht.

    • 10.10.2012, 08:43 UhrBietchekoopen

      Es wird nicht nur Angst geschürt....
      Auffallend ist auch, daß der IWF sich zu den Problemen der USA sehr bedeckt hält, geradezu freundlich optimistisch äußert.
      Also die Manipulation geht weiter!

  • 10.10.2012, 07:16 Uhrnetshadow

    Dieser IWF geht mir mit seinen "Botschaften" auf die E***.
    Wenn die gute Weltwirtschaft, die nicht bei den einzelnen Bürgern ankommt, nicht funktioniert, interessiert diesen genau diese Weltwirtschaft, und deren "Märkte" einen feuchten Fliegensch*. Das passiert dann in geballter Form wenn Länder wegen "der Märkte" ihre eigenen Lebensgrundlagen an die Kapitalmärkte verscherbeln mußten, weil z. B. ein IWF das so verlangt.
    Warum müssen Kapitalmärkte sich mit Straßen, Bahn, Wasser, Telekommunikaton und Strom eines Staates aufs Parkett begeben? Die Staaten sollen immer mehr hoheitliche Aufgaben privatisieren, damit mit diesen Ressourcen weltweit "gehandelt" werden kann.
    Und dieses, damit eine Gruppe von "Märkten" sich an den mehr oder weniger guten Arbeitsergebnissen der Welt laben kann?
    Ich habe für jeden Verständnis der dafür morgens nicht mehr aufstehen will, der kein Mobiltelefon brauchen will, der sich nicht weltweit im Namen des Terrors überwachen lassen will, und der sich mit einer Eigenversorgung zufrieden gibt, um in Ruhe leben und arbeiten zu können.
    Wenn ein Arbeitsplatz in der Grundversorgung zum Spielball einer "Weltwirtschaft" wird, läuft gewaltig was schief.
    Der IWF ist ein Beispiel wie Geld ohne echte menschliche Philosophie dahinter zum Selbstzweck mutiert ist. Der Götze hat seinen Tempel gebaut, und wer nicht mitmacht, ist "unterentwickelt", zu faul oder sonstwas.
    Das neue Gut und Böse, welches Millarden Menschen klassifiziert, eine Apartheit, die sich monetär manifestiert. Wer kein Geld hat, kann auch nicht arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen, den "bestrafen" die "Märkte".
    Ganz ehrlich, lieber IWF, solche Prognosen interessieren mich einen Sch***. Geld kann man nämlich immer noch nicht essen, das kann gerne "flüchten". Mir sind Menschen, die zusammen was schaffen wollen, näher. Denn das sichert mir die nächste Mahlzeit, das Dach überm Kopf und einen gesunden Geist ohne Götze Gold, Geld und deren Verschiebungen.

    • 10.10.2012, 12:01 UhrGurkenmurkser

      Ein sehr vernünftiger Beitrag!

      Deshalb wurde den Leuten ja weisgemacht, daß u.a. in Deutschland! Wasser knapp sei,daß die Luft knapp sei (CO2), daß Strom knapp sei, daß Stromnetze zu eng seien.

      All die Geschreie, die uns Ingenieuren als reine Idotie erschienen, finden den Grund in der gewollten externen Vermarktung lebenswichtiger Ressourcen.

      Man lese dazu bei Carl Barks über die Luftholsteuer: "Der goldene Helm" und den langnasigen Justizrat Wendig ("Ein Seufzer kostet einen Zehner und ein Gähnen deren zwo".

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