IWF-Daten
Russlands Wirtschaft soll sich 2016 erholen

Die russische Wirtschaft dürfte 2016 wieder leicht wachsen: Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge steht Russlands Wirtschaft dennoch auf tönernen Füßen. Der Westen trägt daran eine Mitschuld.
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Washington/BerlinDie wirtschaftliche Erholung Russlands steht nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf einem wackligen Fundament. Vor allem neue Spannungen im Ukraine-Konflikt könnten Moskau einen Strich durch die Rechnung machen. Die russische Wirtschaftsleistung wird dieses Jahr um 3,4 Prozent schrumpfen, wie der IWF in einem am Montag veröffentlichten Länderbericht voraussagt. Im kommenden Jahr dürfte es aber zu einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent reichen.

Hauptgründe für die Rezession seien der Rückgang des Ölpreises und die Sanktionen des Westens, eine Reaktion auf die russische Politik im Ukraine-Konflikt. „Eine Zunahme der geopolitischen Risiken stellt das größte Risiko für den Ausblick dar“, warnte der Fonds. Auf mittlere Sicht hält er wieder ein Wachstum von 1,5 Prozent im Jahr für machbar. Dringend nötig seien aber Reformen.

Die IWF-Prognose basiert auf der Annahme, dass es zu keinen weiteren externen Schocks für die russische Wirtschaft kommt. Die westlichen Sanktionen und die von Moskau verhängten Gegenmaßnahmen dürften kurzfristig die russische Wirtschaftsleistung um ein bis 1,5 Prozentpunkte drücken. Dauern sie länger an, könnte die Konjunktur auf mittlere Sicht sogar um neun Prozent geringer ausfallen als ohne diesen Effekt.

Russland als großer Rohstoff-Exporteur muss sich aus IWF-Sicht auf einen niedrigeren Ölpreis einstellen. Zudem seien Strukturreformen nötig, um mehr Wettbewerb auf den heimischen Märkten zu ermöglichen sowie für mehr Transparenz und Effizienz bei Investitionsvorhaben des Staates zu sorgen.

Die Russland-Schwäche und die Folgen der Sanktionen treffen auch die hiesigen Unternehmen. In den ersten fünf Monaten sackten die Ausfuhren nach Russland nach Angaben des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft um gut ein Drittel ab. Dennoch gibt immer noch deutsche Firmen in dem Land, die trotz der schwierigen Bedingungen Umsatzzuwächse erzielen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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