IWF-Experte
Dimitar Radew wird Notenbankchef in Bulgarien

Eine schwere Bankenkrise ließ den Ex-Chef der bulgarischen Notenbank zurücktreten. Sein Nachfolger heißt Dimitar Radew – und verfügt als ehemaliger IWF-Experte über reichlich Erfahrung mit Krisen.
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SofiaBulgarien setzt angesichts der Schuldenkrise beim Nachbarn Griechenland auf einen IWF-Experten als neuen Notenbankchef. Dimitar Radew wurde am Dienstag als Nachfolger von Iwan Iskrow ernannt, der ein Jahr nach dem Kollaps der Corpbank und dem Ausbruch einer schweren Finanzkrise in dem EU-Land sein Amt niederlegte. Radew kündigte eine Reform der Bankenaufsicht an. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Ereignisse bei der Corpbank wiederholen“, sagte er. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es zudem, eine Ansteckung des bulgarischen Bankensektors durch Griechenland zu verhindern. Griechische Investoren halten mehr als ein Fünftel der Anteile an bulgarischen Banken.

Die Corpbank musste im vergangenen Jahr schließen, daraus entwickelte sich die größte Bankenkrise seit den 1990er Jahren. In einem Parlamentsbericht wird das Geldhaus als Schneeballsystem bezeichnet, während die Aufsichtsbehörden „geschlafen“ hätten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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