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IWF-Warnung: Schuldenspirale bedroht Finanzsystem

Das globale Finanzsystem hat seit Herbst 2009 zwar an Stabilität gewonnen, aber der Preis dafür sind erdrückende Staatsschulden. Die wiederum bergen das Risiko neuer Krisen - die dann auch auf andere Länder überschwappen können.

IWF-Chef Strauss-Kahn: 2300 Milliarden Euro verbrannt. Quelle: Reuters
IWF-Chef Strauss-Kahn: 2300 Milliarden Euro verbrannt. Quelle: Reuters

WASHINGTON. Die von den Banken ausgelöste Finanzkrise scheint überwunden, so der IWF. Nun bedrohen ausufernde Staatsschulden das Weltfinanzsystem. Das ist die zentrale Warnung im jüngsten Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur globalen Finanzstabilität (GFSR).

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"Vor allem die entwickelten Länder haben beträchtliche Schulden aufgehäuft", sagte José Viñals, Chef der Kapitalmarktabteilung beim IWF; er ist verantwortlich für den Bericht. Wie mit den hohen Schulden umgegangen werden müsse, hänge jeweils vom Einzelfall ab. "Für manche Länder ist erst 2011 der Zeitpunkt für einen Exit", sagte Viñals in einem Briefing mit Journalisten. "Für andere, wie etwa Griechenland, ist das Thema natürlich viel dringlicher." Der Finanzkollaps Griechenlands sei ein "Weckruf", dass den Staaten die Kontrolle über ihre Fiskalpolitik "nicht aus den Händen gleiten" dürfe.

Chefökonom liebäugelt mit Inflation

Der Chefökonom des IWF, Olivier Blanchard, hatte zuvor in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Monde" ebenfalls gefordert, die Industriestaaten müssten bald die Weichen auf Ausstieg aus den Konjunkturpaketen stellen. Es werde nun Zeit, die Wirtschaftspolitik von Stimulus auf Defizitbekämpfung auszurichten. Er warnte vor einem "Teufelskreis" aus hohen Staatsschulden, anwachsenden Risikoprämien und steigenden Zinsen. "Es ist nun notwendig, die Budgets anzupassen", sagte Blanchard. Erneut griff der Chefökonom zudem seinen umstrittenen Vorschlag auf, eine höhere Inflation zuzulassen, um der Deflation gegenzusteuern und der Zinspolitik wieder mehr Spielraum zu geben.

Der Grad der Verschuldung der sieben größten Industriestaaten (G7) habe inzwischen ein Niveau wie seit 60 Jahren nicht mehr erreicht, mahnt der IWF. Um aus der Abhängigkeit herauszukommen, sich immer neue Finanzspritzen leisten zu müssen, sollten sich Regierungen zügig von Banken trennen, die nicht lebensfähig seien. Jene, die eine Zukunft hätten, müssten rasch umstrukturiert werden. Geschehe dies nicht, müsse der Staat dauerhaft einspringen.

Sollte bei einzelnen Ländern das Vertrauen in das Krisenmanagement nachhaltig erschüttert sein, dann könnte dies die Stabilität des Finanzsystems insgesamt erneut ins Wanken bringen, warnt der IWF. Schon jetzt zeige sich, dass die Märkte immer weniger bereit seien, Staaten oder Banken das Geld zu leihen, das diese benötigten, heißt es in dem Bericht. Länder, deren öffentliche Haushalte sich in einer Schieflage befänden, würden somit mit hohen Risikoaufschlägen auf ihre Staatsanleihen abgestraft.

  • 21.04.2010, 10:16 UhrAnonymer Benutzer: Micha

    Was war der Auslöser der Krise? Zu viel Geld! Wie versucht man die Krise zu beheben? Mit noch mehr Geld! Offensichtlich wie das ausgeht...

  • 20.04.2010, 22:51 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    @Jonas das system ist krank,bei den leichen im kellern der finanzindustrie nutzt eine rückzahlung garnichts,mit jeden gedruckten euro haben wir reale euros im wert vernichtet,die suppe so lange verdünnt das nichts mehr geht.und um da herrauszukommen muss sie solange.verdickt werden,was nicht geht. satt machen bis wir eine neue kräftige bezahlen können,ob wir das noch erleben darf bezweifelt werden.die hyperinflation mehr geht nicht,mit den verlust der einlagen,wie ich hörte starten unsere eliten eine kampanje um ihr ansehen zu heben.Lumpen bleiben lumpen rechtsschaffende ehrliche haben so etwas nicht nötig.Wir schleppen uns noch eine weile so hin und dann ist die wand da gegen die es geht einige überleben der betrogene rest geht den bach runter,ganz einfach,logisch,unbeeinflussbar

  • 20.04.2010, 19:02 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    "Der Fonds schätzt die Verluste des globalen bankensystems durch die Finanzkrise auf 2300 Mrd. Dollar."

    Welche Verluste?
    buchverluste?
    interessieren keinen, schliesslich waren die Zahlen vorher hochgelogen.
    Schäden weil Kunden geschädigt wurden, durch Finanzprodukte die nicht rückgezahlt wurden ? Das allerdings sind echte Schäden.
    Diese Schäden beschädigen das Vertrauen in Finanzprodukte. Ebensowenig, wie heute noch irgendjemand der bei Sinnen ist argentinische Staatsanleihen kaufen würde, ebensowenig werden Kunden Finanzprodukte der banken kaufen.
    Da hilft nur - ebenso wie in Argentinien - eine Entschädigung durch Rückzahlung an die Schuldner, wenigstens den Nennwert, nicht unbedingt den entgangenen Gewinn. Und diese Rückzahlung sollten banken leicht leisten könenn, schliesslich haben die vor der Krise satt verdient, und verdienen schon wieder satt, weil sie die einzige branche sind, die ihren Rohstoff Geld geschenkt bekommen und keine Abgaben auf ihren Handel haben.

    Es ist nicht verfehlt, daß diejenigen, die die Gewinne privatisieren und die Verluste sozialisieren wollten, nun auch mit ihren Gewinnen für die Verluste einstehen sollen.

    ZAHLT DiE GESCHÄDiGTE KUNDSCHAFT AUS !

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