Nachrichten

_

Jahresteuerungsrate: Nahrung und Energie waren 2012 Preistreiber

Von einer Preisexplosion ist Deutschland 2012 verschont geblieben. Um moderate 2,0 Prozent sind die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Doch für Feinschmecker war das abgelaufene Jahr ein teures.

Die Preissteigerung lag im vergangenen Jahr bei 2,0 Prozent. Quelle: dpa
Die Preissteigerung lag im vergangenen Jahr bei 2,0 Prozent. Quelle: dpa

WiesbadenDenn die Preise für Lebensmittel sind überdurchschnittlich gestiegen. Tiefer in die Tasche griffen die Verbraucher für Fleisch und Fleisch (Steigerungsrate von 5,4 Prozent) für Fisch und Meerestiere (4,9 Prozent), für Obst (4,4 Prozent) und für Süßwaren (4,0 Prozent). Günstiger als noch im Vorjahr waren 2012 Speisefette und Speiseöle. Dort ließen die Preise um 2,7 Prozent nach, bei Butter sogar um 13,1 Prozent.

Anzeige

Insgesamt ist eine Preisexplosion in Deutschland allerdings ausgeblieben. Die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Jahr um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Die Inflation fiel damit 2012 etwas niedriger aus als im Jahr zuvor, als die Preise um 2,3 Prozent zugelegt hatten. In den Jahren 2010 und 2009 hatte die jährliche Preissteigerung mit einem Plus von 1,1 beziehungsweise 0,4 Prozent dagegen noch deutlich unter der Zwei-Prozent-Marke gelegen. Im Dezember 2012 lag die Inflationsrate den Angaben zufolge bei 2,1 Prozent – und damit etwas höher als im Vormonat mit einem Plus von 1,9 Prozent.

Deutschland Inflation wieder unter 2,0 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland ist erstmals seit Juli unter 2,0 Prozent gesunken.

Die Jahresteuerungsrate 2012 wurde den Statistikern zufolge durch die „überdurchschnittliche Preisentwicklung“ nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Energieprodukten geprägt. Energie verteuerte sich demnach um insgesamt 5,7 Prozent. Bei der Haushaltsenergie verzeichneten vor allem die Preise für Umlagen der Zentralheizung und Fernwärme (plus 9,4 Prozent) sowie für leichtes Heizöl (plus 8,9 Prozent) einen deutlichen Anstieg. Zugleich mussten die Verbraucher mehr für Gas (plus 5,5 Prozent) und Strom (plus 2,8 Prozent) zahlen als 2011.

  • 15.01.2013, 18:45 UhrIch_kritisch

    ich hab mir mal die Freiheit genommen und die Gewichtung verändert. Einmal für Harz IV_ler und einmal für meinen tatsächlichen Verbrauch.
    Für den Harz IV_ler komme ich auf eine Inflation von 3,5 % für mich auf eine von 4,7%
    Das trifft wohl eher zu ...

  • 15.01.2013, 16:29 UhrErnst

    Ich möchte hier einmal eine Lanze für die Statistiker brechen. Bei Statistik (und auch Stochastik) ist es sehr wichtig, daß man die Quelltexte liest, deren Bedingungen und auch Eingrenzungen dabei im Auge hat. Sei sind eigentlich sehr genau arbeitende Menschen, die aber leider immer wieder von Leuten interpretiert werden, die entweder nichts davon verstehen oder die böswillig ideologische Ziele dabei verfolgen - Alle dürfen jetzt raten, welche Gruppen damit gemeint sein könnten ;-)

  • 15.01.2013, 14:51 Uhrmerkle

    Was soll der Blödsinn der Inflationsrate, wenn Nahrungsmittel und Energien die Bürger überproportional belasten? Da liegt die Rate nämlich bei fast 10 %. Der dumme Bürger und Wähler glaubt dann an die manipulierten 2 %. Und alle Rentner haben mal wieder erheblich weniger netto in der Tasche, denn sie sind besonders von den steigenden Preisen der Lebensmittel und Energien abhängig. Ekelhaft!

  • Die aktuellen Top-Themen
Nach Angriffen: Ägypten ruft Notstand in Sinai aus

Ägypten ruft Notstand in Sinai aus

Mindestens 31 Menschen sterben: Nach den Angriffen auf das Militär auf der Halbinsel Sinai ruft Ägypten den Notstand aus. Nahe der Grenze zu Israel und Gaza tritt ab Samstag sogar eine Ausgangssperre in Kraft.

Ukraine-Konflikt: Putin sieht in den USA einen „Raffke“

Putin sieht in den USA einen „Raffke“

Das Säbelrasseln geht weiter: Wladimir Putin sieht im „Vormachtstreben“ der USA eine Gefahr für den Frieden. Das Land würde immer mehr „Zentren des Bösen“ ausmachen. Washington weist die Vorwürfe zurück.

EU-Gipfel: Merkel gegen Nutzung der ESM-Mittel

Merkel gegen Nutzung der ESM-Mittel

EZB-Präsident Draghi hat auf dem EU-Gipfel zu gemeinsamen Maßnahmen gegen die Rezession aufgefordert. Bundeskanzlerin Merkel betonte die Notwenigkeit von Strukturreformen. Eine Nutzung der ESM-Mittel lehnte sie ab.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International