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Kaum Wachstum: Trübe Konjunkturaussichten in Großbritannien

Schwache Zahlen von verschiedenen Wirtschaftssektoren in Großbritannien haben die Wachstumserwartungen gesenkt. Finanzminister Osborne wird seine Prognose wohl revidieren müssen.

Eine Baustelle in London. Quelle: Reuters
Eine Baustelle in London. Quelle: Reuters

LondonGroßbritanniens Konjunkturaussichten haben sich nach Einschätzung der Regierung in London eingetrübt. In einer Rede in der Londoner City deutete Finanzminister George Osborne am Dienstagabend an, seine für Ende November geplante offizielle Prognose nach unten zu revidieren. An ihrem rigiden Sparplan halte die Regierung aber fest. Zuvor hatten Industrie, Bau und der Dienstleistungssektor schwache Zahlen vorgelegt.

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Zwar hätten die britische Regierung und die Notenbank versucht, die Wirtschaft nach der Finanzkrise wieder anzukurbeln, indem im vergangenen Sommer ein Notfall-Haushalt verabschiedet und Rekord-Niedrigzinsen verfügbar gemacht wurden, betonte Osborne, fügte aber hinzu: „Wir sind nicht immun gegenüber dem, was vor unserer Haustüre geschieht.“

Nachdem die britische Konjunktur in der ersten Jahreshälfte quasi zum Stillstand gekommen war, haben jüngst bereits mehrere Analysen ein Wachstum von einem Prozent für das Gesamtjahr vorausgesagt. Dagegen war die zuständige Behörde im März noch von 1,7 Prozent ausgegangen.

Angesichts der verschlechterten Prognose forderte eine Gruppe führender Ökonomen, die unter der vorigen Labour-Regierung eingeführte Vermögenssteuer „so schnell wie möglich“ abzuschaffen. Der finanzpolitische Sprecher der Opposition, Ed Balls, rief die Regierung auf, ihre Sparpläne zu lockern, um die Konjunktur nicht weiter abzuwürgen.

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