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Konjunktur: Amerikanische Wirtschaft wächst wieder

In den USA ist die schlimmste Rezession seit den 30er Jahren beendet. Nach einjähriger Unterbrechung ist die amerikanische Wirtschaft auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Bruttoinlandsprodukt legte sogar stärker zu als von Analysten erwartet. Die Märkte reagierten prompt: Der Dax drehte ins Plus . Doch Volkswirte weisen auf Sondereffekte hin – und dämpfen deshalb die Erwartungen.

Auch dank der amerikanischen Abwrackprämie „Cash for Clunkers“ wurde der Wachstumssprung möglich. Quelle: Reuters
Auch dank der amerikanischen Abwrackprämie „Cash for Clunkers“ wurde der Wachstumssprung möglich. Quelle: Reuters

>P>FRANKFURT. Die US-Wirtschaft meldet sich zurück. Die größte Volkswirtschaft der Welt legte im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent zu und damit so stark wie seit fast fünf Jahren nicht. Das teilte das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mit. Nach der in Europa üblichen nicht aufs Jahr hochgerechneten Berechnungsmethode betrug das Plus 0,9 Prozent. Zuvor war die US-Wirtschaft in die stärkste Rezession der Nachkriegszeit gerutscht, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war vier Quartale in Folge zurückgegangen.

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Dass sich die US-Wirtschaft wieder aus der Rezession hieven konnte, verdankt sie vor allem den anziehenden Konsumausgaben. Sie machen etwa zwei Drittel des US-BIP aus und waren während der Krise als Antriebsmotor ausgefallen. Die Ausgaben legten im dritten Quartal um 3,4 Prozent zu und steuerten damit alleine 2,4 Prozentpunkte zum gesamten BIP-Wachstum bei. Auch die Investitionsausgaben nahmen nach sieben Quartalen Rückgang wieder zu, um 11,5 Prozent. Dagegen schmälerte der Außenhandel das Wachstum um rund 0,5 Punkte.

Den BIP-Anstieg werteten Volkswirte als positives Zeichen dafür, dass die Anreizprogramme Wirkung zeigen: „Wenn wir Billionen in die Wirtschaft gesteckt und nun ein Minus bekommen hätten, wäre das ein furchtbares Signal für den Markt gewesen“, sagte Dan Cook, Analyst bei IG Markets in Chicago. Die inzwischen ausgelaufene Abwrackprämie „Cash for Clunkers“ etwa hatte den Autoabsatz angekurbelt und damit den Konsum angetrieben. Auch der private Wohnungsbau, der im dritten Quartal um mehr als 20 Prozent nach oben schnellte, profitierte zuletzt von staatlicher Unterstützung. Hauskäufer erhalten noch bis November einen Steuernachlass von 8 000 Dollar, wenn sie zum ersten Mal eine eigene Immobilie erwerben.

Obwohl die Daten Konjunkturexperten positiv überraschten, sind die meisten Ökonomen skeptisch, dass die US-Wirtschaft in diesem Tempo weiterwachsen wird: „Ich rechne mit einer relativen Verlangsamung im kommenden Jahr“, sagte Goldman Sachs-Ökonom Dirk Schumacher. Im Gesamtjahr 2010 dürfte die US-Wirtschaft um rund zwei Prozent und damit „unter Trend“ zulegen.

Auch die Volkswirte der Deka-Bank relativierten den BIP-Zuwachs im dritten Quartal. Rechne man die diversen Unterstützungsmaßnahmen heraus, verbleibe „vorsichtig gerechnet“ ein auf das Jahr hochgerechnetes Wachstum von knapp zwei Prozent verglichen mit dem Vorquartal. Daher sei weiterhin von einer „zähen wirtschaftlichen Erholung“ auszugehen.

Zuletzt hatte eine deutlich verschlechterte Verbraucherstimmung für einen Dämpfer gesorgt. Der private Verbrauch werde auf einen niedrigeren Wachstumspfad zurückfallen, vermutet denn auch der US-Experte der Commerzbank, Bernd Weidensteiner. „Die Stärke des Konsums hängt entscheidend davon ab, wie aggressiv die privaten Haushalte ihre Schulden reduzieren“, sagte er. Ein Anstieg der Sparquote sei wahrscheinlich. Vor allem die nach wie vor schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt und die dadurch trüben Einkommensperspektiven dürften dafür sorgen, dass sich die Konsumausgaben nicht kräftig ausweiten werden.

Für die europäische Wirtschaft und speziell für die deutsche ist die Entwicklung der US-Konjunktur von zentraler Bedeutung. „Direkt hängt die deutsche Wirtschaft zwar längst nicht so stark von der US-Wirtschaft ab wie beispielsweise von ihren europäischen Nachbarn“, sagte der Konjunkturchef des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Roland Döhrn. „Aber die Strahlwirkung der US-Wirtschaft ist noch immer sehr groß.“ Treiber der globalen Erholung sind derzeit aber – anders als nach früheren Rezessionen – die Schwellenländer, allen voran von China. Die chinesische Volkswirtschaft hatte im dritten Quartal kräftig um knapp neun Prozent zugelegt und damit die Rolle des Landes als globale Konjunkturlokomotive unterstrichen.

  • 30.10.2009, 23:24 UhrAnonymer Benutzer: Eric Schreyer

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    gestern habe ich meine "Lesermeinung" unter

    www.valuation-in-germany.blogspot.com

    mit einem Link auf ihren Artikel veröffentlicht. Anschließend habe ich meinen blog an twingly "gepingt".

    Trotzdem erscheint mein beitrag nicht in ihrer hierfür vorgesehenen box. Selektieren Sie oder ist es ein technisches Versehen?

  • 30.10.2009, 23:14 UhrAnonymer Benutzer: Eric Schreyer

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    meinen Kommentar lesen Sie unter

    www.valuation-in-germany.blogspot.com

    Leider ist mein blog trotz Verlinkung und ping an twingly nicht in ihrer dafür vorgesehenen box erschienen.

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