
DüsseldorfInvestorenlegende Warren Buffet ist sich so sicher, dass er einen großen Teil seines Vermögens darauf verwettet hat. Das Orakel von Omaha geht fest davon aus, dass die US-Wirtschaft schon bald wieder kräftig wachsen wird. Deshalb hat sein Finanzkonzern Berkshire Hathaway dort so stark investiert, wie sonst nirgendwo. "Wir begrüßen Projekte im Ausland, aber der überwältigende Schwerpunkt der Investitionen von Berkshire wird in den USA liegen," schrieb Buffet im Februar in einem Brief an die Aktionäre. Die US-Wirtschaft habe ein wirkliches Comeback hingelegt.
Tatsächlich zeigen derzeit viele wichtige Indikatoren nach oben. Vor allem die Lage am Arbeitsmarkt hat sich verbessert. Lange Zeit sah es so aus, als ginge das Wachstum am Arbeitsmarkt vorbei. Das hat sich inzwischen geändert.
In den letzten Monaten wurden jeweils über 200.000 neue Jobs geschaffen. Im Januar stieg die Beschäftigtenzahl um 243.000. Auch die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. "Die Indikatoren der letzten vier bis acht Wochen deuten darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft stabilisiert hat. Der Aufschwung steht nun auf einer breiteren Basis", sagt Bernd Weidensteiner, US-Experte der Commerzbank. Nachdem die US-Wirtschaft 2011 um 1,7 Prozent gewachsen war, erwartet die Commerzbank für 2012 ein Plus von 2 Prozent.
"Konzentrieren Sie Ihre Investments auf herausragende Unternehmen, die von einem starken Management geleitet werden."
"Beschränken Sie sich auf Unternehmen, die Sie wirklich verstehen können. Zehn bis 20 sind in Ordnung, ab 20 ist Ärger vorprogrammiert."
"Suchen Sie sich unter Ihren guten Unternehmen die besten aus und stecken Sie den größten Teil Ihrer Investments in diese."
Denken Sie langfristig: mindestens fünf bis zehn Jahre."
"Volatilität kommt vor. Bleiben Sie dran."
Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.
Wachstumsimpulse kommen dabei vor allem von den Unternehmen. "Die US-Unternehmen haben ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren stark verbessert. Ihre Margen liegen derzeit auf einem Nachkriegshoch," sagt Weidensteiner. Hierzu beigetragen hat die Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren. Außerdem haben US-Unternehmen im Unterschied zu ihren deutschen Wettbewerbern während der Finanzkrise viele Mitarbeiter entlassen - und dadurch ihre Produktivität verbessert. Nun investieren die Unternehmen wieder stärker.