Konjunktur

Deutsche Industrie verliert an Schwung

Der Markit-Einkaufsmanagerindex ist zum Jahreswechsel gesunken. Die Zuwächse bei Aufträgen und Produktion fielen geringer aus als zuvor. Vor allem exportorientierte Unternehmen sind betroffen.
Die Verkaufspreise der Industrie fielen im gesamten Euroraum das fünfte Mal in Folge und insgesamt so stark wie seit Januar 2015 nicht mehr. Quelle: dpa
Stahlerzeugung

Die Verkaufspreise der Industrie fielen im gesamten Euroraum das fünfte Mal in Folge und insgesamt so stark wie seit Januar 2015 nicht mehr.

(Foto: dpa)

BerlinDie deutsche Industrie hat im Januar einen Gang zurückgeschaltet. Der Markit-Einkaufsmanagerindex sank zum Dezember um 0,9 auf 52,3 Punkte, signalisierte mit mehr als 50 Zähler aber weiter Wachstum.

Wie aus der am Montag veröffentlichten Umfrage des Markit-Instituts unter rund 500 Firmen weiter hervorgeht, stiegen die Aufträge und die Produktion langsamer als zuvor. „Ernüchternd ist, dass sogar ein Rückgang der Verkaufspreise die Nachfrage und damit den aktuellen Auftragseingang nicht wirklich beflügeln konnte“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

„Besonders die exportorientierten Unternehmen sahen ihre Auftragsbücher weniger gut gefüllt als noch zum Jahresabschluss.“ Wegen des billigen Öls und günstiger Preise bei anderen Rohstoffen wie Stahl gingen die durchschnittlichen Einkaufspreise im Januar weiter zurück, „und zwar mit einer der höchsten Raten seit der Finanzkrise“, erklärte Markit. Viele Betriebe gaben die Kostenersparnis an ihre Kunden weiter.

Die umsatzstärksten deutschen Chemiekonzerne
Platz 10
1 von 10

Lanxess

Umsatz 2015: 7,9 Milliarden Euro

Quelle: Verband der chemischen Industrie

Platz 9
2 von 10

Covestro AG

Umsatz 2015: 12,08 Milliarden Euro

Platz 8
3 von 10

Merck KgaA

Umsatz 2015: 12,85 Milliarden Euro

Platz 7
4 von 10

Evonik

Umsatz 2015: 13,51 Milliarden Euro

Platz 6
5 von 10

Boehringer Ingelheim

Umsatz 2015: 14,80 Milliarden Euro

Platz 5
6 von 10

Linde

Umsatz 2015: 17,94 Milliarden Euro

Platz 4
7 von 10

Henkel

Umsatz 2015: 18,09 Milliarden Euro

In der gesamten Euro-Zone gab es eine ähnliche Entwicklung: Die Verkaufspreise der Industrie fielen das fünfte Mal in Folge und insgesamt so stark wie seit Januar 2015 nicht mehr. Dies dürfte der Europäische Zentralbank (EZB) Sorgen bereiten, der eine niedrige Inflation ein Dorn im Auge ist.

Auch im gesamten Währungsraum hat die Erholung der Industrie im Januar an Dynamik verloren. Der Einkaufsmanagerindex sank um 0,9 auf 52,3 Punkte. Neben Deutschland verlangsamte sich das Wachstum auch in Italien und den Niederlanden, Frankreich und Griechenland vermeldeten Stagnation.

Spanien und Österreich stemmten sich hingegen erfolgreich gegen diesen Abwärtstrend, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Spaniens Industrie sei erstmals seit Januar 2005 wieder Spitzenreiter beim Wachstum.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Konjunktur - Deutsche Industrie verliert an Schwung

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%