Konjunktur Deutsche Wirtschaft wächst 2016 um 1,9 Prozent

Die deutsche Wirtschaft ist 2016 weiter gewachsen. Wichtige Konjunkturmotoren sind der Export und die Ausgaben des Staates. Aber auch den Bundesbürgern sitzt das Geld zur Zeit besonders locker.
Update: 12.01.2017 - 15:20 Uhr 10 Kommentare
Gute Nachrichten kamen zuletzt vom Export. Der November bescherte Deutschland das beste Monats-Ergebnis aller Zeiten. Quelle: dpa
Containerschiff im Hamburger Hafen

Gute Nachrichten kamen zuletzt vom Export. Der November bescherte Deutschland das beste Monats-Ergebnis aller Zeiten.

(Foto: dpa)

BerlinDer kräftige Konsum hat der deutschen Wirtschaft 2016 das stärkste Wachstum seit fünf Jahren beschert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 1,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Berlin anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum gab es zuletzt 2010 (plus 4,1 Prozent) und 2011 (plus 3,7 Prozent) – damals musste sich die deutsche Wirtschaft allerdings aus der tiefen Rezession des globalen Krisenjahres 2009 emporarbeiten.

Zum Jahresende gewann die deutsche Wirtschaft noch einmal an Tempo. Nach ersten Schätzungen der Wiesbadener Statistiker stieg das BIP in den letzten drei Monaten 2016 im Vergleich zum Vorquartal um ungefähr ein halbes Prozent. Die Vorquartale waren schwächer ausgefallen. Die Kauflust der Verbraucher und die Ausgaben des Staates, auch für die Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge trugen maßgeblich zum Wachstum im vergangenen Jahr bei. Die staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich binnen Jahresfrist von 2,7 auf 4,2 Prozent.

Und das Wirtschaftsministerium bleibt optimistisch: „Das außenwirtschaftliche Umfeld stellt sich etwas freundlicher dar. Insgesamt bleibt das Bild einer soliden, stark binnenwirtschaftlich getriebenen Konjunktur bestehen“, teilte das Ministerium in seinem Bericht zur wirtschaftliche Lage im Januar mit: „Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren sprechen für einen guten Start in das Jahr 2017.“

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Als entscheidende konjunkturelle Stütze mit 53,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung erwies sich abermals der Konsum der privaten Haushalte, der 2016 wie im Vorjahr um 2,0 Prozent zulegte. Vielen Verbrauchern sitzt das Geld locker, weil Sparen kaum noch mit Zinsen belohnt wird. Die niedrige Inflation erhöht die Kaufkraft zusätzlich - auch wenn die Teuerung im Dezember wegen gestiegener Energiepreise anzog. Zudem ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig. Volkswirte gehen davon aus, dass der Konsum auch im laufenden Jahr die Hauptstütze des deutschen Wirtschaftsaufschwungs bleiben wird.

Auch der anhaltende Immobilienboom sorgte für Schwung. Zudem investierten Unternehmen 1,7 Prozent mehr in Maschinen und Fahrzeuge. Keine Wachstumsimpulse kamen dagegen vom Außenhandel - obwohl Deutschlands Exporteure nach jüngsten Berechnungen des Bundesamtes für das Gesamtjahr 2016 auf ein Rekordergebnis zusteuern. Allerdings legten die Importe im vergangenen Jahr stärker zu als die Ausfuhren.

Die gute Konjunktur füllte auch die öffentlichen Kassen. Der deutsche Staat nahm nach Berechnungen der Statistiker 2016 erneut mehr Geld ein als er ausgab, obwohl er für die Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge viel Geld in die Hand nehmen musste. Der Überschuss von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen machte unter dem Strich 0,6 Prozent des BIP aus, nach 0,7 und 0,3 Prozent in den beiden Vorjahren. Ein wenn auch minimales Defizit hatte Deutschland zuletzt 2013 verbucht.

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10 Kommentare zu "Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst 2016 um 1,9 Prozent"

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  • Unter waschen stelle ich mir etwas anderes vor. Was wächst ist die verordnete Preisexplosion der Frau Merkel bei den Energiekosten. Da ich Rentner bin, habe ich mir jetzt ein Sparbuch zugelegt, damit ich die zu erwartende Steuernachzahlung für 2016 erfüllen kann. Beim Bescheid für 2015 habe habe ich fast einen Herzschlag bekommen.

  • Das BIP steigt also und die Volkswirtschaftliche Infrastruktur (Kraftwerke, Straßen, Schulen usw.) verfällt weiter. Die Bildung wird zum Gender-Gaga und das Ersparte der Deutschen wird in den Schuldenländern mit vollen Händen ausgegeben. Die illegalen Einwanderer werden aus unseren Sozialleistungstop bedient und verursachen dort einen Billionenschaden. Die Sicherheit ist durch unseren Staat nicht mehr gewährt und das Recht wurde durch eine Willkürpolitik ersetzt.
    Aber ansonsten ist alles auf einen Guten Weg im Grün-Sozialistischen Merkel Deutschland.

  • Hinzu kommt noch der Weicheuro, die stark steigende Teuerungsrate, das macht doch alles keinen Sinn mehr!

  • @ Gerald

    Warum soll man überhaupt noch arbeiten gehen, wenn man eh nichts mehr davon hat.
    Die eigene Rente ist am Arsch, BIP Wachstum gibt es nur noch durch Massenzuwanderung und das alles wird von den Beiträgen aus den Steuer- und Sozialkassen finanziert, dass die Inländer erarbeiten. Warum soll ich noch arbeiten gehen, warum?

  • "Wo aind die ganzen Milliardensummen gelandert, die seit 2002 an Handelsbilanzüberschüssen dazu kamen?"

    Die stehen auf dem Deckel, genannt Target II, auf dem jedes EU-Land seine Käufe anschreiben läßt, denn Gegenwerte haben diese Länder nicht, bzw. wollen diese nicht herausrücken. So funktioniert unser Wirtschaftswunder.

  • „Die Kauflust der Verbraucher und die Ausgaben des Staates, auch für die Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge trugen maßgeblich zum Wachstum bei.“
    schreibt DER SPIEGEL.

    Das Wachstum hätte man auch haben können, wenn man es in die eigene Bevölkerung investiert hätte, in Infrastruktur, Bildungs- und Weiterbildungsangebote und in Schulen.
    Man hätte die 2,5 Mio. Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen weiterbilden und umschulen können.
    Mich kotzt das alles nur noch an!

  • Wo aind die ganzen Milliardensummen gelandert, die seit 2002 an Handelsbilanzüberschüssen dazu kamen?

  • „Gute Nachrichten kamen zuletzt vom Export.“

    Warum soll das eine gute Nachricht sein?
    Umso mehr der deutsche Export zulegt, umso größer wird der Abstand zu den anderen europäischen Mitgliedsländern, welche sich immer höher verschulden.

    2015 hatte D einen Exportüberschuss von 247.882 Mrd. €.
    Bei Euroeinführung hatte D einen Exportüberschuss von 132.788 €

    Daran sieht man auch, wie die deustchen Arbeitnehmer seit Jahren um die erwirtschafteten Produktivitätssteigerungen betrogen wurden.
    Ich erinne an die Agenda 2010, die trotz massiver Zunahme der Exportüberschüsse, von 2002 bis 2015 um immerhin 115.094 Mrd. € anstiegen. Wo ist das ganzen Milliardensummen gelandert, die seit 2002 an Handelsbilanzüberschüssen dazu kamen?

    Hier gibts die ganzen Zahlen seit 1980:
    http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52842/aussenhandel

  • Vandalismus bedeutet, BIP steigt!

  • Klar steigt das BIP, wenn immer mehr mutwillig zerstört wird, immer mehr Einbrüche stattfinden.

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