HB BRÜSSEL. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Euro-Ländern stieg zwischen Januar und März wie von Experten erwartet um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Binnen Jahresfrist legte die Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent zu. Wachstumstreiber zu Jahresauftakt waren wieder steigende Lagerbestände. Sie machten Rückgänge im Außenhandel, bei Investitionen und im Konsum wett.
Viele Experten gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum im Frühjahr an Schwung gewinnt. Sie gehen von einem Plus binnen Quartalsfrist von 0,4 Prozent aus. Danach könnte das Wachstum wieder an Stärke verlieren, weil viele Länder des Euroraums auf Sparkurs gehen, um eine Verschärfung der Schuldenkrise zu verhindern.
Gute Nachrichten liefert auch der deutscher Arbeitsmarkt. Dieser hat die weltweite Wirtschaftskrise deutlich besser überstanden als in den meisten anderen OECD-Ländern, wie aus dem aktuellen Beschäftigungsausblick hervor geht, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris vorstellte.
Anders als in den meisten anderen OECD-Ländern ist die Arbeitslosenquote in Deutschland laut Bericht in den vergangenen Monaten deutlich zurück gegangen. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes lag sie im Mai 2010 bei 7,0 Prozent. In den anderen OECD-Staaten betrug die Quote dagegen im Mittel 8,6 Prozent.