Konjunktur
EZB-Chefökonom warnt vor Gefahren

Der EZB-Chefökonom Peter Praet sieht nach wie vor Gefahren für die Konjunktur in der Euro-Zone. Aus diesem Grund werde die Euro-Notenbank auch weiterhin billiges Geld in den Markt pumpen.
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FrankfurtEZB-Chefvolkswirt Peter Praet sieht nach wie vor Risiken für die wirtschaftliche Genesung im Euro-Raum. Zwar gebe es Anzeichen dafür, dass die Erholung gegen Widerstände gefeit sei, sagte der oberste Ökonom der Europäischen Zentralbank (EZB) in New York laut Redetext. „Es bleiben aber wesentliche Gefahren bestehen, die vor allem vom externen Umfeld und erheblichen Unsicherheiten nach dem Ergebnis des britischen Referendums herrühren.“ Die Notenbank werde deshalb weiter ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung leisten.

Die Euro-Notenbank wird laut Praet „das sehr erhebliche Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung“ beibehalten, welches zum Erreichen ihres Inflationsziels von knapp zwei Prozent nötig ist. Auf der geldpolitischen Sitzung Anfang Dezember werde die EZB in einer guten Position sein, die Inflationsaussichten abzuschätzen, sagte Praet.

Auf dem Treffen am 8. Dezember werden den Währungshütern neue Inflations- und Konjunkturprognosen der hauseigenen Experten vorliegen. Praet zufolge haben dann auch die EZB-Ausschüsse ihre Vorschläge unterbreitet, wie das billionenschwere Anleihekauf-Programm weiterhin reibungslos umgesetzt werden kann.

Die EZB pumpt seit März 2015 über den Kauf von Staatsanleihen massiv Geld ins Bankensystem, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Das auf 1,74 Billionen Euro angelegte Programm – weitere Wertpapiere eingeschlossen – soll noch bis mindestens Ende März 2017 laufen.

Es wird erwartet, dass der EZB-Rat im Dezember sich mit der Frage befasst, ob die Zentralbank auch danach noch Bonds kaufen soll.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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