Konjunktur
Frankreich wächst wieder, Italien schwächelt

Stagnation überwunden: Im dritten Quartal gewinnt die französische Wirtschaft wieder an Fahrt. Große Sprünge werden der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone aber noch nicht zugetraut. In Italien sieht es düster aus.

ParisDie französische Wirtschaft wächst wieder. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Dafür sorgen vor allem steigende Konsumausgaben. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Wachstum in dieser Höhe vorausgesagt.

Im zweiten Vierteljahr hatte das Wachstum in der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone noch stagniert. Die EU-Kommission traut Frankreich in diesem Jahr nur ein Wachstum von 1,1 Prozent zu. Zum Vergleich: Für die Euro-Zone insgesamt werden 1,6 Prozent erwartet, für Deutschland 1,7 Prozent. Frankreich leidet unter hoher Arbeitslosigkeit und steigenden Staatsschulden.

Weniger gute Nachrichten kamen aus Rom: Die italienische Wirtschaft ist im Sommer noch hinter Frankreich zurückgeblieben. Die Wirtschaftsleistung legte von Juli bis September lediglich um 0,2 Prozent zu, wie die Statistiker am Freitag mitteilten. Von Reuters befragte Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet.

Vor allem der Außenhandel erwies sich als Bremse. Die Binnenwirtschaft lief dagegen unter anderem dank der niedrigen Zinsen und des billigen Öls besser. Deutschland und Frankreich schafften dagegen im dritten Quartal jeweils ein Wachstum von 0,3 Prozent.

Italien hat drei Jahre Rezession hinter sich. 2015 peilt Regierungschef Matteo Renzi einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund 0,9 Prozent an. Die EU-Kommission sagt dem Land für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent voraus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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