Konjunktur: Ifo erhöht Wachstumsprognose

Konjunktur
Ifo erhöht Wachstumsprognose

Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für 2017 und 2018 deutlich erhöht und rechnet mit neuen Rekorden bei der Beschäftigung. Vor allem der Bau und der private Konsum sorgen für weiteren, kräftigen Aufschwung.
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BerlinIn Deutschland kommt der Aufschwung stärker in Fahrt und immer mehr Konjunkturexperten erhöhen ihre Wachstumsprognosen. Am Dienstag hat auch das Ifo-Institut die Konjunkturerwartungen spürbar nach oben geschraubt. In diesem Jahr erwarten die Ifo-Forscher ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, nachdem sie zuvor nur mit 1,5 Prozent gerechnet hatten. Für 2018 erhöhte das Institut die Prognose auf 2,0 Prozent, nach zuvor 1,7 Prozent.

„Der Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit nunmehr 2013 befindet, gewinnt an Stärke und Breite“, hieß es in der Mitteilung des Ifo-Instituts. Als Wachstumstreiber sehen die Forscher die lebhafte Konsumnachfrage der privaten Haushalte und die rege Bautätigkeit. Ein zunehmender Beitrag am robusten Aufschwung komme aber auch von der Exportwirtschaft, die von besseren Konjunkturaussichten in der Eurozone profitiere. Außerdem werde der Export durch eine anziehende Weltwirtschaft gestützt.

Im Windschatten der starken Konjunktur rechnen die Ifo-Ökonomen auch mit einer weiter dynamischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Demnach dürfte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2017 stärker zulegen als im Jahr zuvor.

In der zuletzt enttäuschenden Entwicklung in der Industrie sehen die Ifo-Experten kein Problem. Wegen der vergleichsweise starken Exportwirtschaft dürften auch die bisher etwas schleppende Industriekonjunktur und die ebenfalls enttäuschenden Unternehmensinvestitionen anziehen, hieß es.

Mit ihrer Prognose folgen die Ifo-Ökonomen Einschätzungen aus anderen führenden Forschungsinstituten. Zuvor hatte bereits das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI seine Wachstumsprognose 2017 angehoben, auf 1,6 Prozent nach zuvor 1,3 Prozent. Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hatten in ihrer Prognose sogar vor einer konjunkturelle Überhitzung gewarnt. Sie rechnen mit der stärksten gesamtwirtschaftlichen Auslastung seit dem Boom-Jahr 2007.

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht die deutsche Wirtschaft auf einem robusten Wachstumskurs. Die OECD-Ökonomen hatten zuletzt für dieses Jahr ein Plus von 1,7 Prozent und von 2,0 Prozent im kommenden Jahr erwartet. Sie waren damit optimistischer eingestellt als die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es sind Wahlkampfzeiten:
    https://youtu.be/dOa-fcp74uU
    Der Aufschwung ist offensichtlich - trotz (oder gerade wegen?) Mindestlohn, Frauenquote, Rente mit 63 etc. und ohne TTIP/CETA/TISA - bei der Wirtschaft angekommen. Die Perspektiven sind weiter rosig. Doch für die Rentner wird für 2017 eine Reduzierung der fälligen Rentensteigerung um rd. 50% angekündigt! Und gut 40% der Erwerbstätigen haben in den letzten 20 Jahren keine Einkommenssteigerung erhalten!
    Aber die sog. Wirtschaftsweisen und auch die Arbeitgeberverbände beklagen weiterhin die o.g. Errungenschaften, vermissen eine stärkere Wirtschaftsorientierung der Politik und warnen vor einer Politik der sozialen Gerechtigkeit, wie sie Martin Schulz angekündigt hatte. Einerseits kritisierten sie jedoch, dass diese Politik noch gar nicht mit Inhalten gefüllt sei, gleichzeitig bezifferten sie dessen Kosten aber schon präzise mit über 30 Mrd. EUR. Unglaubwürdig! Unseriös! Hinterfotzig!
    Mittlerweile hat Martin Schulz sein sozial gerechteres Renten- und Steuerkonzept vorgelegt und die Wirtschaft sieht unisono mit der Union die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands gefährdet. Unglaubwürdig! Unseriös! Hinterfotzig!
    Brauchen wir diese Verbände und diese Weisen noch? Und kürzlich bescheinigte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem Mindestlohn dreist eine verheerende Wirkung, obwohl doch die prognostizierten Jobverluste nicht eingetreten sind! Und die Wirtschaft fordert wieder mal Steuerentlastung, läßt aber andererseits weiterhin Menschen unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns beschäftigen! Schäbig und gierig! Obendrein konterkariert Schäuble den Mindestlohn durch laxe Kontrollen: er ist eben ein "falscher Fuffziger".
    Da findet durch die aktuelle EZB-Politik ("Fluten der Finanz-Märkte mit frischem Geld") die größte Umverteilung zu Lasten von Sparern und Rentnern seit der Währungsreform von 1948 statt, und die Wirtschaft, wirtschaftsnahe Politikkreise und die sog. Wirtschaftsweisen warnen: ...

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