Konjunktur im Krisensaat
Ein bisschen Entspannung für die Griechen

Die Arbeitslosenquote ist seit Januar etwas gesunken, in der Industrie gab es ein leichtes Plus – Griechenland sendet zarte positive Konjunktursignale. Doch das ändert wenig an der schlechten Verfassung des Landes.
  • 0

AthenIn Griechenland mehren sich zaghaft positive Konjunktursignale. Die Arbeitslosenquote sank im Januar von 25,9 auf 25,7 Prozent im Dezember, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte. Das Rekordhoch hatte im September 2013 bei 28 Prozent gelegen. Trotz des Rückgangs ist die Arbeitslosigkeit damit immer noch doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Euro-Zone mit gut elf Prozent.

Für gute Nachrichten sorgte auch das Produzierende Gewerbe; die Betriebe stellten 1,9 Prozent mehr her als vor Jahresfrist. Allein in der Industrie gab es ein Plus von 5,8 Prozent. Nach sechs Jahren Rezession war Griechenlands Wirtschaft im vorigen Jahr erstmals wieder leicht gewachsen – und zwar um 0,7 Prozent.

Trotz der konjunkturellen Trendwende leidet das Land immer noch unter den Nachwehen der langjährigen Wirtschaftskrise. So sinken die Preise seit gut zwei Jahren. Im März lagen sie laut Elstat 2,1 Prozent unter Vorjahresniveau. Um einen konjunkturschädlichen Preisverfall auf breiter Front zu vermeiden, hat die Europäische Zentralbank (EZB) jüngst ihre Politik des billiges Geldes extrem ausgeweitet.

Die Notenbanker wollen mit dem Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren im Volumen von 1,1 Billionen Euro der Konjunktur im Euro-Raum auf die Sprünge helfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Konjunktur im Krisensaat: Ein bisschen Entspannung für die Griechen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%