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Konjunktur: IWF macht Asiens Wirtschaft Hoffnung

Auch die asiatischen Volkswirtschaften werden von der Krise schwer gebeutelt. Doch der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht einen Hoffnungsschimmer: Im kommenden Jahr könnte es wieder aufwärts gehen, sofern das Ausland mitspielt, denn Asien ist stark von Exporten abhängig. Nicht ganz so schlimm kommt es wohl für China. Der IWF korrigierte seine Wachstumsprognose für 2009 nach oben.

Macht Asien Hoffnung: IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Foto: ap Quelle: ap
Macht Asien Hoffnung: IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Foto: ap Quelle: ap

HB SINGAPUR/SEOUL. So hält IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in diesem Jahr in China ein Wachstum von acht Prozent für möglich. Es werde jedoch eine Herausforderung werden, dieses Ziel zu erreichen, sagte Strauss-Kahn am Dienstag. China habe noch Spielraum für weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur, sagte er. Der IWF prognostizierte China kürzlich ein Wachstum von 6,7 Prozent in diesem Jahr.

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Im vergangenen Jahr hatte die Regierung in Peking ein fast eine halbe Billion Euro schweres Konjunkturprogramm aufgelegt. Die chinesische Führung erwägt nun ein weiteres Paket, um die Wirtschaft anzukurbeln. In einem Zeitungsinterview sagte Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao, es könnten weitere zeitnahe und entscheidende Maßnahmen getroffen werden. Die Regierung strebt ein Wachstum von acht Prozent an, damit genügend neue Arbeitsplätze geschaffen und so soziale Unruhen vermieden werden. Derzeit bekommen vor allem die Wanderarbeiter aus dem chinesischen Hinterland die Wirtschaftsschwäche zu spüren. Nach jüngsten Regierungsangaben verloren allein in den vergangenen Monaten etwa 20 Mio. von ihnen den Arbeitsplatz.

Für die asiatischen Volkswirtschaften sieht Strauss-Kahn einen Hoffnungsschimmer im kommenden Jahr. Allerdings seien die von Exporten abhängigen Staaten dabei auf die Hilfe des Auslands angewiesen. „Eine Erholung in Asien ist unmöglich, wenn der Rest der Welt in einer schlechten Verfassung ist“, sagte Strauss-Kahn. Derzeit erwartet der IWF für Asien insgesamt ein Wachstum von 2,7 Prozent in diesem Jahr.

Schlecht fiel die IWF-Prognose für die südkoreanische Wirtschaft aus. Demnach rutscht das Land in diesem Jahr erstmals seit mehr als zehn Jahren in die Rezession. Die Wirtschaftsleistung wird demzufolge um vier Prozent schrumpfen. Die Organisation korrigierte damit ihre frühere Voraussage von zwei Prozent Wachstum für die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens deutlich nach unten. Der wichtigste Grund für die kräftige Korrektur seien die steilen Rückgänge der Exporte und der Binnennachfrage infolge des weltweiten Abschwungs, teilte das Finanzministerium in Seoul am Dienstag mit. Der IWF erwarte jedoch, dass Südkorea 2010 im Zuge einer Erholung der Weltwirtschaft wieder ein Wachstum von 4,2 Prozent verzeichnen werde.

Die südkoreanische Wirtschaft werde der Voraussage des IWF zufolge bereits im zweiten Quartal 2009 Anzeichen einer Erholung zeigen und in der zweiten Jahreshälfte werde eine vollständige Erholung einsetzen, hieß es.

Währen der Asienkrise 1998 war die Wirtschaftsleistung des Landes um 6,9 Prozent gefallen. Im Schlussquartal 2008 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des exportabhängigen Landes nach Berechnungen der Zentralbank in Seoul im Vergleich zum Vorquartal stärker als erwartet um 5,6 Prozent. Im Jahresvergleich fiel das BIP um 3,4 Prozent. Das Finanzministerium kündigte an, die bisherige Wachstumsprognose von drei Prozent in diesem Jahr auf der Grundlage der Entwicklung der heimischen und globalen Wirtschaft anzupassen.

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