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Konjunktur: Japan: Mehr Arbeitslose, weniger private Ausgaben

Die Wirtschaftskrise schlägt in Japan inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt durch. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,1 Prozent im Januar auf 4,4 Prozent im Februar, wie die Regierung mitteilte. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent auf 330 000 gestiegen.

Japans Premier Taro Aso braucht für sein Konjunkturprogramm einen Nachtragshaushalt. Quelle: ap
Japans Premier Taro Aso braucht für sein Konjunkturprogramm einen Nachtragshaushalt. Quelle: ap

HB TOKIO. Gleichzeitig fielen die Ausgaben der Haushalte, ein wichtiger Wirtschaftsindikator, im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent. Allerdings hatten Volkswirte einen Rückgang um 4,6 Prozent erwartet. Zum Vormonat stiegen die Ausgaben saisonbereinigt um 0,3 Prozent.

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Die japanischen Haushalte werden derzeit durch den starken Arbeitsplatzabbau belastet. Japan wird vor allem durch die in der Weltwirtschaftskrise zusammengebrochenen Exporte belastet. Das Land befindet sich in der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Am Montag hatte das Wirtschaftsministerium bekanntgegeben, dass die Industrieproduktion im Februar im Vergleich zum Vormonat um 9,4 Prozent gefallen war.

Damit war die Produktion im fünften Monat in Folge geschrumpft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug das Minus sogar 38,4 Prozent. Die für die japanische Wirtschaft entscheidenden Exporte brachen im Februar sogar um 49,4 Prozent ein.

Japan benötigt unterdessen für sein angekündigtes Milliarden-Konjunkturpaket einen Nachtragshaushalt. Dessen Höhe ließ Ministerpräsident Taro Aso allerdings zunächst offen. Es wird erwartet, dass die Regierung im Kampf gegen die Wirtschaftskrise bald ein neues Konjunkturpaket auflegt.

In Medienberichten war über Hilfen im Volumen von umgerechnet rund 157 Mrd. Euro die Rede. Das Programm soll über drei Jahre laufen und zwei Mio. neue Arbeitsplätze schaffen. Es wäre das dritte Konjunkturpaket in Japan seit August. Die beiden bisherigen haben zusammen ein Volumen von etwa 94,5 Mrd. Euro.

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