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Konjunktur: Obama macht den Ober-Optimisten

Die US-Wirtschaft ist auch im zweiten Quartal geschrumpft – jedoch nicht mehr so stark wie zuvor. Grund genug für Barack Obama, Optimusmus zu versprühen: „Die Wirtschaft hat sich messbar besser entwickelt als wir dachten“, sagte der Präsident. Bis die Rezession endgültig überstanden ist, dauere es allerdings noch eine ganze Weile.

Obama bei der Pressekonferenz: "Wichtiges Zeichen der Stabilisierung". Quelle: ap
Obama bei der Pressekonferenz: "Wichtiges Zeichen der Stabilisierung". Quelle: ap

HB WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama hat die jüngsten US-Wirtschaftsdaten als „wichtiges Zeichen der Stabilisierung“ gedeutet. Es werde aber noch viele Monate dauern, bis die US-Wirtschaft endgültig die tiefe Rezession überwunden habe, sagte der Präsident am Freitag in Washington.

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Die staatlichen Konjunkturspritzen und Stabilisierungsprogramme zeigten langsam Wirkung. Es gebe Grund zu einem „vorsichtigem Optimismus“. „Die Wirtschaft hat sich messbar besser entwickelt als wir dachten“, sagte der Präsident.

Zuvor hatte das US-Handelsministerium eine Verlangsamung der konjunkturellen Talfahrt der größten Volkswirtschaft der Welt verkündet. Demnach schrumpfte im zweiten Quartal das Bruttoinlandsprodukt aufs Jahr hochgerechnet nur noch um ein Prozent. In den ersten drei Monaten 2009 hatte das Minus nach revidierten Zahlen noch 6,4 Prozent betragen, der heftigste Absturz seit 27 Jahren.

Die Wirtschaftskrise werde erst dann wirklich überwunden sein, wenn die Unternehmen wieder neue Arbeitsplätze schaffen würden, sagte Obama. Derzeit verlören noch immer viele Amerikaner ihre Jobs. Die Arbeitslosenquote in den USA liegt bei 9,5 Prozent, der höchste Wert seit 26 Jahren. Die US-Notenbank erwartet, dass sie erst im kommenden Jahr den Scheitelpunkt erreicht, allerdings bis dahin in einen zweistelligen Bereich klettert. Seit dem Beginn der Rezession büßten die USA bereits 6,5 Mio. Jobs ein.

US-Ökonomen erwarten, dass die amerikanische Wirtschaft im dritten Quartal dieses Jahres wieder wächst. „Wir sehen ganz bestimmt eine Wende, aber die Erholung wird langsam und quälend werden“, sagte der Chefökonom der US-Bank Wells Fargo, John Silvia, der Fachagentur Bloomberg. „Wir werden einfach nicht das Jobwachstum erleben, dass die Politiker versprechen und die Menschen erwarten.“ Den Verbrauchern sei die Kauflaune vergangen.

In den vergangenen Wochen hatten sich die hoffnungsvollen Nachrichten für die US-Konjunktur gemehrt: Die US-Notenbank registrierte eine zunehmende Stabilisierung der Lage. Überdies legten die wichtigen Immobilienpreise in den 20 größten Ballungsräumen zum ersten Mal seit drei Jahren wieder zu. Die Zentralbank rechnet damit, dass die Wirtschaft im nächsten Jahr schon wieder zwischen 2,1 und 3,3 Prozent zulegen kann.

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