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Konjunktur: Schwache Industrie bremst britische Wirtschaft

Der stärkste Einbruch der britischen Industrie seit über zwei Jahren hat der Wirtschaft im Frühjahr ein schwaches Wachstum eingebrockt. Das Königshaus ist daran nicht ganz unschuldig

Großbritanniens Industrie schwächelt - dafür boomt der Dienstleistungssektor. Quelle: dpa
Großbritanniens Industrie schwächelt - dafür boomt der Dienstleistungssektor. Quelle: dpa

LondonDie Summe aller hergestellten Waren und Dienstleistungen stieg zwischen April und Juni nur um 0,2 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Das Verarbeitende Gewerbe produzierte 1,6 Prozent weniger als im Vorquartal - es war der größte Rückgang seit Anfang 2009.

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Allerdings bremsten Sonderfaktoren die Konjunktur. Dazu gehörten ein Feiertag wegen der Hochzeit von Prinz William und Ausfälle in den Lieferketten nach dem Erdbeben in Japan. Ohne diese Effekte wäre der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes den Statistikern zufolge um bis zu 0,5 Prozentpunkte höher ausgefallen. Im ersten Quartal hatte die britische Wirtschaft noch um 0,5 Prozent zugelegt.

Während die Industrie erneut schwächelte, sorgen die Dienstleister für Schwung. Der Sektor legte im zweiten Quartal um 0,5 Prozent zu. Allerdings schrumpften die Geschäfte der Service-Firmen im Juni um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Für das laufende Sommerquartal erwarten viele Experten wieder ein stärkeres BIP-Wachstum - nicht zuletzt als eine Art technische Reaktion auf die Sondereffekte. Dennoch bleiben Fachleute skeptisch. „Wir bezweifeln stark, dass auch ein leichtes Anziehen beim BIP-Wachstum im dritten Quartal der Erholung wieder kräftigen Schub verleihen könnte“, sagte Analyst Samuel Tombs von Capital Economics.

Die britische Notenbank hatte ihre Wachstumsprognose für 2011 jüngst auf 1,4 Prozent gesenkt, viele Ökonomen erwarten noch weniger.

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