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Konjunktur: US-Industrie feiert Comeback mit Rekordwachstum

Die USA legen den Schalter auf Wachstum um. Und wie. Die US-Industrie ist im März so stark gewachsen wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Und auch der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager überrascht positiv. Die Vereinigten Staaten sind auf dem Weg der Besserung.

Die US-Industrie wächst unerwartet stark. Quelle: ap
Die US-Industrie wächst unerwartet stark. Quelle: ap

HB NEW. Die US-Industrie ist im März so stark gewachsen wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 59,6 von 56,5 Punkten im Vormonat und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2004, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Donnerstag mitteilte.

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„Das sind durch und durch gute Nachrichten für den Industrie-Sektor und gute Nachrichten für den Fortgang der allgemeinen Erholung“, sagte Analyst Pierre Ellis von Decision Economics. Experten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 57,0 Punkte gerechnet. Werte ab 50 Punkte signalisieren Wachstum.

Nach einem leichten Rückschlag im Februar lief es für die Firmen nun wieder deutlich besser: Ihr Exportgeschäft legte kräftig zu, sie erhielten mehr Aufträge. Zudem fuhren sie ihre Produktion hoch und bauten erstmals seit langem wieder Vorräte auf, wie Fabienne Riefer von der Postbank betonte: „Einen kräftigen Sprung machte die Lagerkomponente, die zum ersten Mal seit vier Jahren wieder auf klar über 50 Punkte stieg und damit auf einen Lageraufbau hindeutet.“ Als Wermutstropfen bezeichneten Experten, dass sich der Jobaufbau der Industrie etwas verlangsamte.

Auch in der Euro-Zone und in Deutschland hatte die Industrie im März ihre Erholung fortgesetzt. Die Einkaufsmanagerindizes zogen deutlich an. Das Barometer für die 16 Euroländer kletterte auf den höchsten Stand seit November 2006, der Index für Deutschland erreichte sogar fast ein Zehn-Jahres-Hoch.

Zusammen mit den positiven Signalen vom US-Arbeitsmarkt haben die positiven Konjunturdaten die New Yorker Börsen angeschoben. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der Vorwoche auf 439.000 von zuvor 442.000, wie die Regierung in Washington mitteilte. Analysten hatten mit 440.000 Anträgen gerechnet. Die Zahlen fanden auch deshalb viel Beachtung, weil die Anleger auf die am Freitag anstehenden Arbeitslosenzahlen wegen des Feiertags erst nach Ostern reagieren können.

  • 02.04.2010, 10:02 UhrAnonymer Benutzer: Gordon Clown

    Am 2. April kommen die "großen" Arbeitsmarktdaten.
    Da können die Amerikaner (und der Autor) wieder die größte Recovery-Story aller Zeiten feiern.
    Und gleich noch ein Tip:
    Man macht einfach jedes Jahr eine Volkszählung, da werden ja diesmal 1 Million Helfer gebraucht.
    2000 waren noch 300.000 Helfer !!!!!!!!!

  • 01.04.2010, 23:40 UhrAnonymer Benutzer: no.7

    Werden Erwartungen - die mir übertrieben optimistisch zu sein scheinen- jetzt schon als tatsächliches wachstum gewertet ? es handelt sich doch hier um erwartungen. in Deutschland berichtet das ifo-institut von immer neuen Höchstständen und erholungen, die realen Zahlen hinken hinterher. im übrigen wächst die arbeitslosigkeit in USA auch jetzt noch, während dieses angeblich so herrlichen aufschwungs. Nicht sehr überzeugend. man denkt da eher an Jubelpropaganda.

  • 01.04.2010, 22:53 UhrAnonymer Benutzer: mono

    Die "Jobless Recovery", der feuchte Traum eines jeden Effizienzexperten. Keine Krise am bond-market, Commercial Realestate voll im Griff, Öl ohne Ende, China kauft wieder US-Anleihen, insolvente banken werden liquidiert, der Goldpreis sinkt.
    April, April.

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