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Konjunktur: US-Verbrauchervertrauen kehrt zurück

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im Juni so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr. Die Konsumenten hatten ihre Ausgaben zuletzt drastisch zurückgefahren.

Das Konsumniveau ist noch immer sehr gering. Quelle: ap
Das Konsumniveau ist noch immer sehr gering. Quelle: ap

HB NEW YORK. Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan stieg nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag auf 69,0 Punkte von 68,7 Zählern im Vormonat und damit auf den höchsten Stand seit September 2008. Volkswirte hatten jedoch mit einem noch stärkeren Anstieg auf 69,5 Punkte gerechnet. Die Verbraucher fühlten immer noch die Auswirkungen der Krise, die sich nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers verschärft hat. „Sie gehen nicht von einer raschen Erholung aus“, hieß es.

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„Die Unsicherheit hinsichtlich Arbeitsplatz und Einkommen bleibt hoch, das hält von geplanten Einkäufen ab“, schrieben die Forscher. Auch seien die ersten Anzeichen einer Erholung schwächer ausgefallen als zunächst erhofft. Die Konsumenten gingen davon aus, dass die Erholung noch länger auf sich warten lasse. Zudem machen Sorgen vor einem Anstieg der Inflation den Befragten verstärkt zu schaffen. Der entsprechende Indikator stieg auf den höchsten Wert seit Monaten.

Experten verwiesen auf das niedrige Niveau des Barometers, das mittelfristig einen stagnierenden Konsum anzeige. „Insofern bleiben zwar die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Stabilisierung erhalten, ein Signal für einen kräftigen Aufschwung stellt dies aber nicht dar“, schrieb Helaba-Experte Ralf Umlauf.

Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Seit über einem Jahr steckt die US-Wirtschaft in der Rezession, vor allem die Verbraucher haben ihre Ausgaben zuletzt kräftig zurückgefahren.

Die Einfuhrpreise sind in den USA im Mai wie erwartet gestiegen. Die Preise seien zum Vormonat um 1,3 Prozent geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten damit gerechnet. Die Veränderung im Vormonat wurde auf plus 1,1 (bisher Plus 1,6) Prozent revidiert. Die Ausfuhrpreise erhöhten sich im Mai um 0,6 Prozent, nach einem Plus von revidiert 0,4 (0,5) Prozent im Vormonat.

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