Konjunktur US-Wirtschaft wächst schwächer als gedacht

Die US-Verbraucher haben im vergangenen Jahr kräftig zugelangt und die Wirtschaft deutlich angeschoben. Allerdings fiel das Plus im vierten Quartal nicht so stark aus, wie erste Schätzungen ergaben.
Update: 27.02.2015 - 15:49 Uhr Kommentieren
Zum Jahresschluss ging es mit der US-Wirtschaft nicht so stark aufwärts wie zunächst angenommen. Quelle: dpa
Ford-Händler in den USA

Zum Jahresschluss ging es mit der US-Wirtschaft nicht so stark aufwärts wie zunächst angenommen.

(Foto: dpa)

WashingtonDer Wirtschaftsboom in den USA hat sich zuletzt etwas abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,2 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Eine erste Schätzung hatte ein Plus von 2,6 Prozent ergeben.

Im Sommer lag das Wachstum noch bei satten 5,0 Prozent. Dass die Konjunktur zum Jahresende nicht so gut lief wie geschätzt, lag auch daran, dass Firmen ihre Warenvorräte weniger kräftig aufstockten als angenommen. Diese Lagerinvestitionen trugen daher nur minimal zum Wachstum bei.

Dennoch glänzte die größte Volkswirtschaft 2014 mit einer der höchsten Wachstumsraten der Industrieländer: Sie legte um 2,4 Prozent zu. Stütze des Wachstums sind vor allem die kauffreudigen Verbraucher, auch wenn das Plus bei den Konsumausgaben für das vierte Quartal nun leicht auf 4,2 Prozent nach unten revidiert wurde. Einen derart starken Zuwachs hat es seit Anfang 2006 nicht mehr gegeben. Der niedrigere Ölpreis sorgt dafür, dass die Amerikaner mehr Geld für Ausgaben zur Verfügung haben

„Es gibt wohl keinen Zweifel an der Fortsetzung des Wachstumstrends“, meint Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba. Dafür spricht auch, dass die Firmen wieder mehr investieren wollen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass die US-Wirtschaft dieses Jahr um 3,6 Prozent zulegen wird. Damit wird sie voraussichtlich auch Deutschland weit überflügeln, dem ein Zuwachs von 1,3 Prozent vorhergesagt wird. Angesichts der brummenden Konjunktur erwägt die US-Notenbank, die historisch niedrigen Zinsen von null bis 0,25 Prozent anzuheben. Die Zeit des billigen Zentralbankgeldes dürfte aus Sicht der Märkte frühestens Mitte des Jahres zu Ende gehen. .

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