Konjunktur USA US-Inflationsrate steigt im Februar leicht an

Die Verbraucherpreise in den USA ziehen im Februar an. Experten rechnen noch in diesem Monat mit einer Leitzinserhöhung durch die Zentralbank.
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Der Sitz der US-Zentralbank in Washington. Quelle: Reuters
Federal Reserve

Der Sitz der US-Zentralbank in Washington.

(Foto: Reuters)

WashingtonDie gute Konjunktur und die niedrige Arbeitslosigkeit mündet in den USA bislang nicht in einem starken Inflationsdruck. Die Verbraucherpreise kletterten im Februar leicht um 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Experten hatten damit gerechnet, nachdem die Teuerung im Januar noch bei 2,1 Prozent gelegen hatte. Werden die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel ausgeklammert, verharrte die sogenannte Kernteuerung bei 1,8 Prozent. Experten zufolge spricht das dafür, dass die Notenbank Fed ihren Leitzins in diesem Jahr nur drei Mal anheben wird.

„Es gibt keine Gründe für eine schnellere Straffung der Geldpolitik“, sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Die Fed kann ungehindert und ohne weitere Beschleunigung an ihrem Kurs festhalten.“ Das beruhige die Anleger. An den Börsen zogen die Kurse nach Bekanntgabe der Daten an, während der Euro aufwertete. Niedrige Zinsen sind gut für die Aktienmärkte, während schneller steigende Zinsen die US-Währung attraktiver machen würden.

Die Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hat das erste Ziel praktisch erreicht. Bei den Preisen ist sie jedoch noch nicht ganz so weit. Die Währungshüter achten besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben (PCE) ohne Energie- und Nahrungsmittelkosten. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt bei 1,5 Prozent und damit unter dem Ziel der Fed von 2,0 Prozent – wie durchgehend seit Mitte 2012.

„Die niedrige Arbeitslosenquote schlägt sich bislang noch nicht in einer deutlich anziehenden Kernteuerung nieder“, sagte der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel. „Von Inflationsdruck kann jedenfalls keine Rede sein.“ Auch wenn die Fed kommende Woche aller Voraussicht nach ihren Leitzins erhöhen werde, dürfe dies nicht als Signal verstanden werden, dass die Währungshüter nun einen Zahn zulegten. „Leitzinserhöhungen werden weiterhin graduell erfolgen“, ist Gitzel sicher.

Preisdämpfend wirkten im Februar beispielsweise sinkende Preise für Flugtickets, Bildung und Kommunikation. Dagegen kostete Benzin 12,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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