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Konjunktur: Weltbank teilt Optimismus des IWF nicht

Die Erholung der Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung der Weltbank im Jahresverlauf abschwächen, da staatliche Konjunkturprogramme an Wirkung verlieren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist deutlich optimistischer. Die beiden Schwesterorganisationen veröffentlichen sehr unterschiedliche Wachstumsprognosen. Angeblich will der IWF seine Prognosen sogar weiter nach oben revidieren.

Kein Licht am Ende des Tunnels: Weltbank sieht Abschwächung der Erholung. Quelle: dpa
Kein Licht am Ende des Tunnels: Weltbank sieht Abschwächung der Erholung. Quelle: dpa

FRANKFURT. Die Lage an den Finanzmärkten bleibe schwierig und die private Nachfrage wegen der hohen Arbeitslosigkeit schwach, schreibt die Weltbank in ihrem am Donnerstag vorgelegten Bericht „Global Economic Prospects 2010“. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird den Schätzungen zufolge um 2,7 Prozent in diesem Jahr und um 3,2 Prozent im Jahr 2011 steigen.

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Der in Moll gehaltene Ausblick der Weltbank steht in Kontrast zu optimistischen Aussagen und Prognosen ihrer Schwesterorganisation, dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Nach dessen Einschätzung erholt sich die Weltwirtschaft deutlich schneller als bislang erwartet. Die globale Wirtschaftsleistung werde 2010 wahrscheinlich um mehr als drei Prozent zunehmen und damit die bisherige IWF-Prognose übertreffen, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Mittwoch. Besonders gut sei der Ausblick für viele Schwellenländer, während die Erholung in den Industrienationen langsamer vorankomme und abhängig von staatlichen Konjunkturprogrammen bleibe, sagte Strauss-Kahn.

IWF will angeblich Prognosen weiter nach oben revidieren

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, will der IWF seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr auf 3,9 Prozent von bislang 3,1 Prozent erhöhen. Die Prognose für das weltweite Wachstum in 2010 belässt der IWF Ansa zufolge bei 4,2 Prozent und damit deutlich höher als die Weltbank-Schätzung.

Noch skeptischer als die Weltbank ist die Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad), die ein Wachstum von nur 2,4 Prozent in 2010 prognostiziert.

Die Weltbank warnt, dass zwar die schlimmste Phase der Finanzkrise möglicherweise vorüber sei, die Erholung der Weltwirtschaft aber labil ausfalle. Die Folgen der Krise dürften die Rahmenbedingungen für Finanzen und Wachstum in den nächsten zehn Jahren verändern.

Für die Entwicklungsländer sagt die Weltbank eine relativ robuste Erholung voraus. Das Wachstum soll dort 5,2 Prozent in diesem und 5,8 Prozent in nächsten Jahr betragen nach 1,2 Prozent im Jahr 2009.

„Es wird viele Jahre dauern, ehe die Volkswirtschaften und die Beschäftigung wieder die alten Niveaus erreichen. Die Armen werden einen ganz realen Preis dafür zahlen müssen", sagte Justin Lin, Chefökonom der Weltbank. Die ärmsten Länder benötigten möglicherweise 30 bis 50 Mrd. Dollar an zusätzlichen Mitteln, um allein die vor der Krise initiierten Sozialprogramme aufrecht erhalten zu können.

Der Welthandel werde in diesem Jahr 4,3 Prozent und im nächsten Jahr 6,2 Prozent zulegen, hieß es in dem Bericht weiter. 2009 war er um 14,4 Prozent eingebrochen. Höhere Kreditkosten, geringere Kreditverfügbarkeit und schwächere internationale Kapitalflüsse werden nach Einschätzung der Weltbank die Entwicklungsländer belasten.

  • 21.01.2010, 10:23 UhrAnonymer Benutzer: Denkerist

    und in einer solchen Phase haben wir eine Regierung die den Reichen die Steuern senken will und zur Finanzierung allen anderen die Abgaben erhöht!

    Was das für die Kaufkraft und damit die Erholung der Wirtschaft bedeudet, kann sich jeder ausmalen.

    Aber was tut man nicht für die Lobbyisten udn Freunde. es rechnet sich ja offensichtlich.

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