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Konjunktur: ZEW-Konjunkturbarometer klettert auf höchsten Stand seit 2010

Gute Aussichten für die Konjunktur: Experten glauben, dass ich die deutsche Wirtschaft deutlich erholen wird. Das zeigt zumindest das ZEW-Barometer. Nun hoffen Finanzprofis auf Investitionen der Unternehmen.

Eines der weltweit größten Containerschiffe am Containerterminal in Bremerhaven. Quelle: dpa
Eines der weltweit größten Containerschiffe am Containerterminal in Bremerhaven. Quelle: dpa

Mannheim/BerlinFinanzprofis trauen der deutschen Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte eine deutliche Erholung zu. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten kletterte im Januar um 24,6 auf 31,5 Punkte. Das ist der beste Wert seit Mai 2010, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag zu seiner Umfrage unter 272 Analysten und Anlegern mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich eine Verbesserung auf 12,0 Punkte erwartet.

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"Die Experten verbinden mit der verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten offenbar die Hoffnung, dass die Unternehmen zurückgestellte Investitionen nunmehr doch durchführen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Allerdings wird die konjunkturelle Ausgangslage bei wichtigen Handelspartnern nach wie vor zurecht schwach eingeschätzt." Dies lasse erwarten, dass die deutsche Wirtschaft 2013 "weiterhin moderat wachsen wird".

Die Lage bewerteten die Experten ebenfalls besser als im Vormonat: Dieses Barometer stieg um 1,4 auf 7,1 Punkte. Ökonomen hatten 6,0 Zähler vorausgesagt.

Jahresteuerungsrate Nahrung und Energie waren 2012 Preistreiber

Von einer Preisexplosion ist Deutschland im abgelaufenen Jahr verschont geblieben.

Die Bundesbank sieht die Wirtschaft bereits auf dem Weg der Besserung und erwartet, dass die konjunkturelle Schwäche rasch überwunden sein wird. Ende 2012 war das Bruttoinlandsprodukt um rund 0,5 Prozent geschrumpft. Für das Gesamtjahr 2013 erwarten die Notenbanker nur ein Plus von 0,4 Prozent, nach 0,7 Prozent 2012.

  • 22.01.2013, 11:22 UhrRob Roy

    Na klasse! Zumindest in den Schreibstuben herrscht Konjunktur. Im wirklichen Leben siehts dummerweise anders aus. Aber so Endsiegpropaganda übertüncht schon mal ein paar Wochen das reale Elend der prekär Beschäftigten und Leiharbeitssklaven....

  • 22.01.2013, 11:25 UhrTingeltangel-Bob

    Solche Nachrichten sind absolut überflüssig, wenn diese erst 25 Minuten später(!) berichtet werden.

    Fährt die Handelsblatt-Redaktion als Dienstfahrzeug etwa auch noch Trabant??

  • 22.01.2013, 11:38 UhrGast

    Konjunkturerholung bei stetig steigenden Arbeitslosenzahlen und wachsenden Schulden?
    Daran glaubt nicht einmal die Regierung. Der Finanzsektor macht die Erholung am derzeitigen Zustand des Euro fest. Da liegen die - weil es sich nur um eine Pause handelt - aber völlig falsch. Die Probleme werden mit voller Wucht zurückkommen.

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