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Konjunkturlokomotive: Deutschland zieht Euroraum aus der Krise

Das Optimismus-Karussel dreht sich weiter: Nach zahlreichen positiven Ausblicken für die kommenden Monate steigt auch der Ifo-Geschäftsklima-Index für den Euroraum weiter an. Neben Deutschland kommen aber auch zwei andere Euro-Länder überraschend gut aus der Krise.

Verbreitet Optimismus: Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Quelle: ap
Verbreitet Optimismus: Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Quelle: ap

HB MÜNCHEN. Der Ifo-Index für das Geschäftsklima im Euroraum kletterte im vierten Quartal 2009 auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Damit haben sich die Erwartungen der Wirtschaftsexperten zum dritten Mal in Folge deutlich verbessert. Vor allem die Erwartungen für die kommenden sechs Monate verbesserten sich deutlich, teilte das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch mit. An der Spitze der Erholungsbewegung stehen demnach Deutschland, Italien und die Niederlande.

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„Dies stützt die Hoffnungen, dass sich die Erholung der Wirtschaft im Euroraum im ersten Halbjahr 2010 fortsetzen wird“, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Der Gesamtindex kletterte im Vergleich zum Vorquartal um mehr als zehn Punkte auf 74,6 Punkte. Damit erreichte das Wirtschaftsklima für den Euroraum nahezu den Stand vom Frühjahr 2008, liegt aber weit unter dem langfristigen Durchschnitt von 90,4 Punkten.

„Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate hellten sich in allen Ländern des Euroraums auf“, erklärte Sinn. Der entsprechende Teilindex schnellte um 14 Punkte auf 107 Punkte. Das ist der beste Wert seit dreieinhalb Jahren. Besonders optimistisch bewerteten die 265 befragten Experten die Aussichten für Deutschland, Italien und die Niederlande. Auch in Spanien und Griechenland verbesserten sich die Wirtschaftserwartungen. Im Euroraum werde einzig in Irland noch mit einer Verschlechterung in den kommenden sechs Monaten gerechnet, hieß es.

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