Konjunkturprognose: Nach Zwischenhoch droht Lethargie

Konjunkturprognose
Nach Zwischenhoch droht Lethargie

Nun prognostiziert auch das DIW: 2007 droht Deutschland ein böses Erwachen. Die deutsche Wirtschaft soll in diesem Jahr kräftig wachsen, dann aber wieder „in Lethargie versinken”. Die Schuldigen für diese Entwicklung stehen für die Experten eindeutig fest.

HB BERLIN. „Der konjunkturelle Aufschwung ist da, er ist auch stetig und kräftig, er ist allerdings überlagert von wirtschaftspolitischen Aktivitäten“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, bei der Vorlage der neuen DIW-Konjunkturprognose. Der Versuch der neuen Bundesregierung den Aufschwung mit der Haushaltskonsolidierung zu verbinden, werde 2007 zu Einbußen für das Wachstum führen.

„Die bisherigen Maßnahmen der neuen Bundesregierung führen daher trotz günstiger internationaler Rahmenbedingungen nur zu einer leichten Belebung der Konjunktur im Jahr 2006, die aber ab dem nächsten Jahr wieder in Lethargie zu versinken droht“, schreibt das DIW.

Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,1 Prozent im vergangenen Jahr rechnet das Institut 2006 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent, das im nächsten Jahr dann nur noch bei 1,2 Prozent liege. Ohne den Sparkurs der Regierung würde die Wirtschaft 2007 um 2,2 Prozent wachsen, sagte Zimmermann.

Arbeitsmarkt bleibt Sorgenkind

Das DIW gehört zu den sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten, die inzwischen alle ihre Konjunkturprognose für 2006 erhöht haben. Die Berliner Forscher begründeten ihren Optimismus damit, dass das internationale Umfeld zu Beginn dieses Jahres insgesamt günstig sei, der Welthandel weiter kräftig wachsen werde, der Ölpreis gesunken und der Euro-Wechselkurs günstiger sei als zu Beginn des vorigen Jahres.

Die Verbesserung der Abschreibungsbedingungen sowie das Investitionsprogramm der neuen Bundesregierung, wirkten positiv auf die Binnenkonjunktur. Schwach bleibe hingegen der Arbeitsmarkt. So werde die Arbeitslosigkeit zwar vermutlich nicht weiter steigen, eine nennenswerte Zunahme der Beschäftigung sei jedoch nicht in Sicht, erklärte das DIW.

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