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Konsumausgaben: US-Konsumenten spendierfreudiger als gedacht

Ersehnte Nachrichten für die konsumabhängige US-Wirtschaft: Die US-Bürger haben ihre Konsumausgaben im Juli so stark gesteigert wie seit vier Monaten nicht. Auch die persönlichen Einkommen legten zu.

Kunden einer Wal-Mart-Filiale in Springfield, Illinois. Quelle: ap
Kunden einer Wal-Mart-Filiale in Springfield, Illinois. Quelle: ap

WASHINGTON. Die US-Bürger haben ihre Konsumausgaben im Juli so stark gesteigert wie seit vier Monaten nicht. Da auch die persönlichen Einkommen zulegten, schürte dies Hoffnungen, dass die Verbraucher weiter zum Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt beitragen. Die Konsumausgaben kletterten um 0,4 Prozent und damit etwas stärker als von Finanzexperten erwartet, wie die US-Regierung am Montag mitteilte. Helaba-Analyst Ralf Umlauf bezeichnete die Daten als erfreulich. Insgesamt rechnet er aber damit, dass die Ausgaben nur moderat steigen werden. Auch die Postbank-Experten gehen davon aus, dass die Amerikaner ihre Ausgaben in den nächsten Quartalen nur leicht hochschrauben.

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Die Einkommen stiegen um 0,2 Prozent, die Sparquote sackte auf 5,9 von 6,2 Prozent im Juni. Der private Konsum leidet derzeit unter der skeptischen Stimmung der Verbraucher und der weiter angespannten Lage am Arbeitsmarkt.

Die Finanzmärkte verfolgen die Entwicklung des Konsums in den USA genau, um die Stärke der wirtschaftlichen Erholung abschätzen zu können. Der private Verbrauch macht in den USA rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus. Diese stieg von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft hatte nach dieser Berechnung im Frühjahr um rund neun Prozent zugelegt. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte jüngst angekündigt, der lahmenden US-Wirtschaft bei Bedarf mit weiteren Geldspritzen unter die Arme zu greifen.

Auch ein Ankauf weiterer Staatsanleihen und anderer Wertpapiere sei denkbar, hatte Bernanke gesagt.US-Präsident Barack Obama stimmte sein Land auf eine anhaltend zähe Wirtschaftserholung ein. „Die Wirtschaft wächst noch immer, aber sie wächst nicht so schnell wie es nötig wäre“, sagte Obama am Sonntag dem TV-Sender NBC. Es gebe keine Wunderpille, um daran etwas zu ändern.

In der Euro-Zone hatte sich das Geschäftsklima im August überraschend eingetrübt. Der Index sank auf 0,61 Punkte von revidiert 0,63 Zählern im Juli, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 0,70 gerechnet.

Die Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern in der Euro-Zone hingegen verbesserte sich leicht auf 101,8 Punkten von 101,1 Zählern im Juli. Dieses Barometer setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, wobei die Industrie 40 Prozent, Verbraucher und Handel dagegen nur jeweils fünf Prozent ausmachen.

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