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Kritik am hohen US-Haushaltsdefizit: Greenspan sieht USA auf Wachstumspfad

Der US-Notenbankchef sprach - und die Finanzwelt lauschte gespannt. Was sie hörte, sorgte für Erleichterung: Alan Greenspan hat am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses ein positives Bild der US-Wirtschaftsentwicklung gezeichnet. Für eine Änderung der Zinspolitik sieht er derzeit keine Notwendigkeit.

Alan Greenspan sprach - und die Finanzwelt lauschte gespannt. Foto: dpa
Alan Greenspan sprach - und die Finanzwelt lauschte gespannt. Foto: dpa

HB WASHINGTON. „Das vergangene Jahr hat offenbar den Übergang einer längeren Periode unterdurchschnittlicher wirtschaftlicher Entwicklung zu der eines kräftigen Wachstums markiert“, sagte Greenspan am Mittwoch bei seiner mit Spannung erwarteten Anhörung vor einem Ausschuss des US-Kongresses. „Der Blick nach vorne zeigt, dass die Chancen eines nachhaltigen robusten Wachstums gut sind, obwohl - wie immer - Risiken bleiben.“ Die Fed könne geduldig abwarten, bevor sie ihre expansive Geldpolitik ändere. Die zinspolitische Haltung sei angemessen, könne aber nicht unbegrenzt beibehalten werden.

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Analysten zufolge entsprechen Greenspans Äußerungen den jüngsten Signalen der Fed Ende vergangenen Monats. Die Aktienmärkte beiderseits des Atlantiks reagierten mit Kursgewinnen auf die Rede des Fed-Chefs. Auch die Kurse der Staatsanleihen legten zu. Der Dollar dagegen verlor zum Euro deutlich.

Die Fed hob zugleich ihre Erwartungen für das US-Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr leicht an. Demnach rechnet sie nun mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,5 bis 5,0 %. Im Juli 2003 lautete die Prognose noch auf ein Plus von lediglich 3,75 bis 4,75 %.

Greenspan wies darauf hin, dass die geringe Inflationsrate vor allem angesichts des Dollar-Rückgangs beeindruckend sei. Offensichtlich seien ausländische Exporteure bereit gewesen, einen Teil des Preisverlustes aufzufangen. Den Rückgang der amerikanischen Währung bezeichnete Greenspan als „graduell“. Er habe noch keinen negativen Effekt auf den US-Kapitalmärkten hinterlassen.

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